Themenfindung, Recherche, Strukturierung, Endspurt, Druck - so planst Du Deine Abschlussarbeit optimal. Ein Zeitplan hilft Dir, den Überblick zu behalten!
Tips, Tricks & Tools

Zeitplan – Plane Deine Bachelorarbeit!

„Gut vorbedacht – schon halb gemacht“, heißt es im Volksmund und zeigt sich im Zeitplan. Wenn Thema und Betreuer gefunden sind, geht es ans Eingemachte: Die Anmeldung und Planung Deiner Bachelorarbeit.

 

1. Organisation heißt planbar machen

Eine gute Planung ist ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor für Deine Bachelorarbeit. Zeitmanagement und vernünftige Arbeitsmethoden dienen Dir als Mittel. Sie ersetzen nicht das gründliche wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben, aber sie machen es möglich. Um ein erstes Gefühl für den bevorstehenden Aufwand zu bekommen, kann es nützlich sein, wenn Du Dir ein paar Beispiele für eine Bachelorarbeit anschaust. Diese findest Du fachlich sortiert hier. Falls Dir noch ein Thema für Deine Arbeit fehlt, findest Du Anregungen und Angebote in unseren Topics.
Wichtig: Auch die Literaturrecherche gilt es rechtzeitig zu planen, denn gerade bei beliebten Themen können die wichtigsten Bücher in der Bibliothek schnell vergriffen sein.

Die allgemeinen Vorgaben für Deine Bachelorarbeit solltest Du zeitig beisammen haben: Wie viele Seiten oder Wörter müssen geschrieben werden und wie lange ist der Bearbeitungszeitraum? Diese Vorgaben variieren von Universität zu Universität und von Hochschule zu Hochschule.

 

Let’s face it: Du wirst trotz aller Planung trödeln. 90% aller Bachelorarbeiten werden am Abend vorher fertig gestellt, is so. Aber vielleicht helfen Dir unsere Tipps bei der Planung, am Abend vorher wenigstens schon 20 Seiten geschrieben zu haben, anstatt bloß 2. Einen Versuch ist’s wert, oder?

 

2. Die Zeitplanung Deiner Bachelorarbeit

Wenn alle Informationen über Länge, Formalia und Bearbeitungszeitraum Deiner Bachelorarbeit eingeholt sind, hilft es, genaue Zeitfenster für die einzelnen Arbeitsschritte festzulegen. Dies sollte frühzeitig geschehen. Hier ist es essentiell, entsprechende Zeitpuffer einzuplanen. Insbesondere für die Korrektur solltest Du am Schluss noch mindestens eine Woche Zeit haben.
Informiere Dich außerdem rechtzeitig, wie viele Exemplare Deiner Abschlussarbeit Du abgeben musst. Viele Universitäten erwarten 2-3 ausgedruckte Exemplare und zusätzlich eine digitale Version, oftmals auf CD gebrannt. Finde heraus, was Dich erwartet und plane entsprechend Zeit und Ressourcen ein. Einige Standard-Formatvorlagen findest du auch bei den Thesius Tools.

 

3. Beispiel für einen Zeitplan

Folgend haben wir Dir einige Punkte zusammengetragen, die Dir helfen können, Dir Deinen individuellen Zeitplan zu erstellen. Außerdem findest Du hier auch ein Beispiel für den Zeitplan Deiner Bachelorarbeit.
Erkundige Dich bei Deiner Uni, wieviel Zeit Dir zur Verfügung gestellt wird. Je nach Zeit ist zumeist auch der Umfang der einzureichenden Arbeit bemessen. Auch Sonderleistungen wie das Durchführen einer empirischen Studie, in einer Fremdsprache verfasste Arbeiten o.ä. können für einen längeren Bearbeitungszeitraum sorgen.
Bitte beachte dabei stets, dass Du Dich etwa acht Wochen vor Beginn der Bachelorarbeit mit Deinem Prüfer in Verbindung setzen solltest, um Termine für die anschließenden Prüfungen zu vereinbaren!


| Phase 1: Vorbereitungsphase

(vor Anmeldung der Arbeit – etwa 15% der Gesamtzeit)

 

Orientierung und Planung
→ Themensuche und erste Planung
→ Erste Literatur- und Quellensuche
→ Thema eingrenzen/präzisieren, mit Betreuer absprechen
→ Festlegung von Fragestellung und Vorgehensweise
→ bei Studien: Nötige Methoden wiederholen
→ Zeitplan durchdenken
→ Exposé schreiben

 

Folgend:
→ Themenanmeldung beim Prüfungsamt
→ Bearbeitungszeit beginnt!

 

| Phase 2: Vorbereitungsphase II

(nach Anmeldung – etwa 15% der Gesamtzeit)

 

Recherche und Materialbeschaffung
→ Systematische Literatursuche (Bibliographieren und Suche dokumentieren)
→ Beschaffen von Literatur (Bibliothek, ggf. Buchläden, Fernleihe …)
→ Sammlung weiterer Quellen und Daten
→ Lesen / Exzerpieren / Auswerten der Literatur und Quellen entsprechend der eigenen Fragestellung
→ Erste schriftliche Skizzen anfertigen  (Begriffsbestimmungen, wichtige Sach- und Forschungsprobleme, erste
     Darstellung des Sachverhalts, ggf. verschiedene Positionen des Forschungskonsenses)

 

| Phase 3: Strukturierungsphase

(etwa 20% der Gesamtzeit)

 

Ordnen und Strukturieren des Materials
→ Festlegen der endgültigen Gliederung
→ Falls notwendig: Fortsetzen und Vertiefen einiger Aufgaben aus Vorbereitungsphase II

 

| Phase 4: Schreibphase

(etwa 30 % der Gesamtzeit)

 

Rohfassung
→ Formulieren der schriftlichen Rohfassung
→ Ggf. rückwirkende Veränderung der Struktur
→ Nebentätigkeiten des Schreibprozesses erledigen (Literaturverzeichnis erstellen, Lesen etc.)
→ Abschließende Zusammenfassung / Fazit (Beantwortung der Fragestellung der Arbeit und Diskussion)

 

Überarbeitung
→ Editieren nach rotem Faden (Vollständigkeit, Überleitungen, etc.)
→ Editieren nach wissenschaftlichen Standards (Logik, Begrifflichkeit, Anmerkungen, Literaturverzeichnis)
→ Editieren nach sprachlichen Gesichtspunkten

 

| Phase 5: Abschlussphase

(etwa 20% der Gesamtzeit)

 

Korrektur
→ Korrekturlesen (möglichst auch durch Dritte)
→ Endkorrektur (Sprache, Rechtschreibung, Vollständigkeit der Literaturangaben etc.)
→ Layout überarbeiten

 

Druck und Abgabe
→ Druckfertige Datei erstellen
→ Arbeit ausdrucken und binden lassen
→ Arbeit abgeben

Auch wenn Du für Deine Abschlussarbeit anfangs scheinbar ewig Zeit hast – beginne lieber zeitig und nutze die gesparte Zeit zum Schluss für gründliches Korrekturlesen, den Druck und natürlich zum Entspannen. Auch kannst Du Dir mit einem guten Zeitplan durchaus die ein oder andere Pause gönnen. Ein Abend mit Freunden oder ein Spaziergang in der Natur wirken manchmal Wunder.

Wir wünschen fröhliches Planen!
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