Der Hauptteil der Bachelorarbeit umfasst im Schnitt 30-40 Seiten. Mit unseren Tipps und Methoden, wird Dir das Schreiben leichter von der Hand gehen.
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Der Hauptteil der Bachelorarbeit

Den Hauptteil einer Bachelorarbeit zu verfassen, bedeutet eines ganz sicher: Schreiben. Und zwar 30-40 Seiten. Aber Schreiben muss kein Hindernis sein. Mit unseren Tipps für Schreibstrategien und Methoden des kreativen Schreibens, wird Dir das Schreiben Deiner Bachelorarbeit leichter von der Hand gehen.
Ist Schreiben nur mit Talent möglich? Absolut nicht. Ein großes und vor allem falsches Vorurteil ist, dass man fürs Schreiben mit Talent und literarischem Genie gesegnet sein muss. Doch Schreiben ist ein Handwerk, welches erlernt werden kann. Es braucht ein bisschen Übung und Organisation, damit Du Deine Bachelorarbeit gut und zusammenhängend verfassen kannst. Wir sagen Dir, wie!

 

Finde heraus, wann Du schreibst

Der erste Schritt zum effektiven wissenschaftlichen Schreiben ist, herauszufinden, wann Du am besten schreibst. Versuche Dich zu allen Tageszeiten: Morgens, abends, mittags, nachts. Jeder ist anders gestrickt. Manch einer bekommt nur etwas in den frühen Morgenstunden zu Papier, ein anderer schreibt vor elf Uhr nachts kein Wort für die Abschlussarbeit nieder. Das Gute am Arbeiten an Deiner Bachelorarbeit ist, dass Du Dir Deine Schreibzeiten selbst einteilen kannst. Mache den Test und teile Deine Arbeitszeit dann so ein, dass Du zu Deinen produktivsten Zeiten schreibst.

 

Mit Kreativität die Schreibblockade überwinden

Wenn die Worte dann noch immer nicht hervorsprudeln, versuche Dich an dieser kreativen Schreibübung: Nimm Dir ein Blatt Papier oder öffne ein leeres Dokument und schreibe fünf Minuten lang nieder, was immer Dir in den Sinn kommt. Dabei geht es nicht darum, etwas Wissenschaftliches zu Deiner Bachelorarbeit zu schreiben. Es muss auch nichts mit Deinem Thema zu tun haben. Hier geht es darum, die richtigen Hirnströme zu aktivieren und die Barrieren zu durchbrechen, die Dich vom Schreiben abhalten. Danach sollten Deine Gedanken so ins Rollen gekommen sein, dass Du mit dem richtigen Schreiben beginnen kannst.

 

Führe ein wissenschaftliches Tagebuch

Ein wissenschaftliches Tagebuch oder Journal ist Hilfsmittel und kreatives Dokumentieren zugleich. Darin kannst Du Deine Gedanken, Gefühle, Ideen, Erlebnisse und Informationen zu Deinem Themenfeld, Schreibprozess und wissenschaftlichen Forschen zu Deiner Abschlussarbeit festhalten. Auf diese Weise kannst Du Dich im täglichen Schreiben üben und zeitgleich eine persönliche kreative Sammlung anlegen. Gedanken, Zeitungsausschnitte, Grafiken, Zeichnungen, Gesprächsnotizen, Mitschriften aus Deinen Vorlesungen: All das kannst Du hier festhalten. Deine Arbeitsschritte so auf verschiedenen Ebenen noch einmal gesondert zu dokumentieren, kann Dir helfen, wenn Du einmal nicht mehr weiterkommst, etwas vergessen hast oder wenn es an Dein nächstes wissenschaftliches Projekt geht (vielleicht eine Masterarbeit und dann irgendwann die Doktorarbeit?).

 

So funktioniert wissenschaftliches Schreiben

Wissenschaft soll nur so kompliziert sein, wie es sein muss. Ein einfacher, klarer Schreibstil ist kein Armutszeugnis – im Gegenteil! Er ist ein Muss und der erste Grundbaustein für erfolgreiches wissenschaftliches Schreiben. Eine weitere Grundlage des Schreibens ist: Nicht zu viele Nominalisierungen. Beispiel: Dieser Text dient der Erleichterung des Schreibens Deiner Thesis. = Mit diesem Text möchten wir es Dir leichter machen, Deine Thesis zu schreiben. Der Nominalstil wirkt holprig und aufgesetzt und ist zudem komplizierter, als es sein muss. Wann immer es möglich ist, solltest Du stattdessen Verben verwenden. „Aber“, „also“, „auch“, „einfach“, „etwa“, „gewissermaßen“ – all das sind Füllwörter ohne inhaltlichen Wert. Auf einem Windowsbetriebssystem lässt sich mit STRG + F ein Suchfenster öffnen. Es lohnt sich, häufige Füllwörter dort einzugeben, um sie im Text zu suchen – und direkt alle dort zu löschen, wo sie keinen inhaltlichen Wert für Deine Bachelorarbeit haben!

 

Das Korrekturlesen

Was von Deiner Abschlussarbeit geschrieben ist, sollte Korrektur gelesen werden. Dein Betreuer und Zweitkorrekturleser erwarten, dass Du Deine Arbeit frei von Rechtschreib- und Tippfehlern abgibst. Dazu solltest Du Deine Bachelorarbeit zum einen selbst Korrektur lesen. Nachdem alles geschrieben ist, lässt Du die Arbeit für ein paar Tage vollkommen ruhen. Erst dann liest Du sie noch einmal komplett durch und verbesserst Tippfehler, Rechtschreibfehler sowie Fehler in der Logik oder im Aufbau. Das Auge überliest schnell Flüchtigkeitsfehler, wenn es den Text Deiner Abschlussarbeit bereits in und auswendig zu kennen glaubt. Das kann dazu führen, dass Dir einige, für andere Leser offenkundige Fehler, schlicht nicht mehr auffallen.

In einem zweiten Schritt spricht nichts dagegen (und wird sogar von vielen Professoren empfohlen), die Arbeit von einer Freundin oder einem Freund Korrektur lesen zu lassen. Diese sind am besten Laien auf Deinem Fachgebiet: So können Sie Deine Bachelorarbeit nicht nur auf Tipp- und Rechtschreibfehler überprüfen, sondern auch in besonderem Maße Verständlichkeit und Einfachheit der Sprache auf die Probe stellen. Plane für das Korrekturlesen Deiner Bachelorarbeit ein ausreichendes Zeitfenster ein, in das der anschließende Druck- und Bindungsprozess ebenso bequem hineinpasst, wie ein Notfallpuffer für alle Eventualitäten.

 

Wir wünschen fröhliches Schreiben!

 

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