Bewerbung per Mail
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Bewerbung per Mail – was gehört wohin?

Die klassische Bewerbung aus Papier, die per Post verschickt wird, stirbt allmählich aus. Die meisten Unternehmen veröffentlichen ihre Vakanzen online auf ihrer Homepage oder nutzen Online-Jobbörsen. Daher verwundert es nicht, dass sie auch die Bewerbungen größtenteils online oder per E-Mail verlangen. Doch wie baut man die digitale Bewerbung eigentlich auf? Wir vom Team Thesius zeigen Dir, wie Du den Personaler mit der perfekten E-Mail-Bewerbung beeindruckst!
 

Online-Bewerbung oder E-Mail-Bewerbung?

Oft werden die Begriffe Online-Bewerbung und E-Mail-Bewerbung synonym verwendet, obwohl es sich dabei eigentlich um zwei unterschiedliche Bewerbungsvarianten handelt:
 
Bei der Online-Bewerbung bewirbst Du Dich über ein Online-Formular direkt auf der Webseite des Unternehmens. Dabei musst Du der Reihe nach einzelne Formularfelder ausfüllen und PDF-Dokumente hochladen.
 
Die E-Mail-Bewerbung dagegen unterscheidet sich kaum von der klassischen Bewerbung. Hier versendest Du Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen allerdings nicht per Post, sondern elektronisch per E-Mail als gesammeltes PDF-Dokument an das Unternehmen.
 

Die Bewerbung per Mail – worauf kommt es an?

Unternehmen wie KPMG, Daimler oder die Commerzbank akzeptieren inzwischen nur noch Online-Bewerbungen oder Bewerbungen per E-Mail. Die Bewerbung per Mail hat einige Vorteile, z.B. die Tatsache, dass sie weder Porto noch Mappe benötigt. Außerdem kommt sie schneller beim potentiellen Arbeitgeber an und kann innerhalb des Unternehmens ganz unkompliziert an die zuständigen Personen weitergeleitet werden.
 
Bevor Du loslegst, solltest Du erstmal alle wichtigen Informationen über das Zielunternehmen und den angestrebten Job sammeln. Dazu können Dir die Firmenseite, der Firmenblog und die repräsentative Facebookseite als Hilfe dienen. Wenn es sich um eine Initiativbewerbung handelt oder bei der Stellenanzeige kein direkter Ansprechpartner genannt wird, solltest Du diesen und die richtige Mail-Adresse in der Personalabteilung erfragen.
 
Unterschiede zur klassischen Bewerbung gibt es keine. Ein lockerer Jargon und Umgangssprache sind bei Bewerbungen generell tabu, das gilt auch für die E-Mail-Bewerbung. Halte Dich auch mit unnötigen Formatierungen zurück. Hintergründe und wechselnde Schriften haben ebenfalls nichts in der Bewerbungsmail zu suchen. Das wirkt bloß kindisch und unseriös. Halte Dich an das Motto „weniger ist mehr“.
 

Inhalt und Aufbau einer Bewerbung per Mail

Der Betreff:

Gerade bei einer Bewerbung per Mail ist der Betreff wichtig, damit die Bewerbung nicht versehentlich gelöscht wird oder automatisch im Spam-Ordner landet. Darum solltest Du einen kurzen und aussagekräftigen Betreff wählen. Du darfst hierbei zwar auch kreativ sein, dabei sollte aber immer erkennbar bleiben, dass es sich um eine Bewerbung handelt. Große Unternehmen ordnen dem Jobangebot häufig eine Kennnummer zu. Ist das der Fall, trägst Du diese neben dem Wort „Bewerbung“ und dem Jobtitel auch in die Betreffzeile ein. Reizwörter erhöhen das Interesse. Schreibe z.B.: „Meine Bewerbung auf Ihre Anzeige XYZ“.
 

Der E-Mail-Text:

Das E-Mail-Textfenster enthält ein kurzes Anschreiben, das sich von dem in Deiner Bewerbung unterscheidet. Denn das richtige Anschreiben wird mit Lebenslauf und Zeugnissen als PDF im Anhang verschickt. Gibt es eine Ansprechperson, wähle die Anrede „Sehr geehrte Frau …/Sehr geehrter Herr …“, ansonsten „Sehr geehrte Damen und Herren“. Schreibe, auf welche Stelle Du Dich bewirbst und welche Unterlagen sich im Anhang befinden. Ende mit einer höflichen Grußformel und Deinem vollständigen Namen.
 
Vergiss hierbei nicht, eine Signatur mit Deinen vollständigen Kontaktdaten am Ende Deiner E-Mail einzufügen. Sie sollte Deinen vollständigen Namen, Deine Adresse und Deine Telefonnummer enthalten. Wenn es zur ausgeschriebenen Stelle passt, kannst Du hier wahlweise auch einen Link zu Deiner Homepage, Deinem Blog oder einem Online-Profil einfügen.
 

Der Lebenslauf:

Da bei einer E-Mail-Bewerbung das Deckblatt nicht unbedingt nötig ist, gehört das Bewerbungsfoto in den Lebenslauf. Der Lebenslauf ist genauso zu verfassen wie bei der klassischen Bewerbung. Denke daran, dass Lebenslauf und Anschreiben auch bei einer E-Mail-Bewerbung unterschrieben werden! Hierfür kannst Du Deine Unterschrift ganz einfach einscannen und im Dokument einfügen.
 

Die Anlagen:

Werden bestimmte Anlagen verlangt, packst Du alle geforderten Zeugnisse, Zertifikate etc. als PDFs zusammen mit Anschreiben und Lebenslauf in ein einzelnes PDF-Dokument. Mehrere PDFs bedeuten für den Personaler mehr Klicks und damit mehr (Zeit-)Aufwand. Die Reihenfolge entspricht der einer klassischen Bewerbung.
Wenn Du Dir nicht sicher bist, welche Unterlagen Du mitschicken sollst, kannst Du dem Personalverantwortlichen im Anschreiben anbieten, weitere Unterlagen auf Wunsch nachzureichen.
 

Bevor Du auf „senden“ klickst

Achte vor dem Absenden darauf, dass die Bewerbung per Mail vollständig ist. Hast Du Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen in einem PDF-Dokument zusammengefügt und in den Anhang der E-Mail geladen?
 
Hast Du die Bewerbung noch einmal auf Rechtschreibefehler und Tippfehler überprüft? Um sicher zu gehen, dass sich keine Fehler in Deine Bewerbung eingeschlichen haben, solltest Du sie von jemand Dritten kontrollieren lassen.
 
Überschreitet die Datenmenge 5MB? Je nachdem wie umfangreich Deine Dokumente sind, kann die Datei schnell zu groß für einen E-Mail-Anhang werden. Überprüfe in diesem Fall, ob Du Deiner Bewerbung wirklich nur die relevanten Zeugnisse und Anlagen hinzugefügt hast. Zudem gibt es online einige nützliche Tools, mit denen Du PDF-Dateien verkleinern kannst.
 
Klingt Deine E-Mail-Adresse seriös? Hast Du nur Abkürzungen verwendet, die es auch wirklich gibt?
 
Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen sendest Du unbedingt als eine PDF-Datei! Sprich den Adressaten möglichst direkt an. Grundsätzlich wird bei der Stellenanzeige eine Kontaktadresse angegeben. Das Senden der Unterlagen an eine allgemeine Firmenadresse kann schnell zum Verlust Deiner Bewerbung führen.
 

Fünf Dinge, die Du noch beachten solltest

1. Ladezeiten kosten Zeit, die der Personaler nicht hat. Achte also darauf, dass Dein Anhang 5 MB nicht überschreitet.
2. Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen werden immer als gemeinsame PDF-Datei gesendet! Die Reihenfolge entspricht der einer klassischen Bewerbungsmappe. Gib dem Dokument abschließend einen aussagekräftigen und kurzen Namen, z.B. „Bewerbung_Position_Vorname_Nachname.pdf“.
3. 123anna321@…de ist keine seriöse E-Mail-Adresse. Vermeide kindische Adressennamen. Auch Firmenadressen sind keine Option. Lege notfalls einen neuen Account an.
4. Kontrolliere regelmäßig Deinen E-Mail-Briefkasten, auch den Spamordner.
5. Konntest Du mit Deinem Bewerbungsschreiben überzeugen, druckst Du die Unterlagen aus und bringst sie zum Vorstellungsgespräch mit.

 

Das Team Thesius wünscht Dir viel Erfolg!
 
 
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