Bewerbung per Mail
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Bewerbung per Mail – was gehört wohin?

Es war einmal in einem Land vor unserer Zeit, als die Dinosaurier noch die Welt beherrschten und Littlefoot sein Unwesen trieb. Damals schrieb man sich noch Briefe und verschickte diese per Post. Immer mehr Unternehmen verlangen heute jedoch die Bewerbung per Mail. Doch wie baut man die digitale Bewerbung auf?

 

Die Online-Bewerbung – worauf kommt es an?

Genau wie der Höhlenmalerei unserer Vorfahren steht dem Brief seit der Erfindung des Internets ein tragisches Ende bevor. Wie einst das Nokia ereilt nun auch die Bewerbungsmappe aus Pflanzenfasern ihr jähes Ende. Unternehmen wie KPMG, Daimler oder die Commerzbank akzeptieren inzwischen nur noch Online-Bewerbungen. Die Bewerbung per Mail hat einige Vorteile, z.B. die Tatsache, dass sie kein Porto und keine Mappe benötigt. Außerdem kommt sie schneller beim potentiellen Arbeitgeber an.

Bevor Du loslegst, solltest Du erstmal alle wichtigen Informationen über das Zielunternehmen und den angestrebten Job sammeln. Dazu können Dir die Firmenseite, der Firmenblog und die repräsentative Facebookseite als Hilfe dienen. Unterschiede zur klassischen Bewerbung gibt es keine. Ein lockerer Jargon und Umgangssprache sind bei Bewerbungen generell tabu, das gilt auch für die E-Mail-Bewerbung. Halte Dich mit unnötigen Formatierungen zurück. Hintergründe und wechselnde Schriften haben ebenfalls nichts in der Bewerbungsmail zu suchen. Das wirkt bloß kindisch und unseriös. Halte Dich an das Motto „weniger ist mehr“.

 

Inhalt und Aufbau einer Bewerbung per Mail

 

Der Betreff:

Ein kurzer und aussagekräftiger Betreff ist wichtig, damit die Bewerbung nicht versehentlich gelöscht wird oder automatisch im Spam-Ordner landet. Auch beim Betreff darfst Du kreativ sein, aber natürlich sollte erkennbar sein, dass es sich um eine Bewerbung handelt. Reizwörter erhöhen das Interesse. Schreibe z.B.: „Meine Bewerbung auf Ihre Anzeige“. Große Unternehmen ordnen dem Jobangebot häufig eine Kennnummer zu. Ist das der Fall, trägst Du diese auch in die Betreffzeile ein.

 

Der E-Mail-Text:

Das E-Mail-Textfenster enthält ein kurzes Anschreiben (das richtige Anschreiben wird als PDF in den Anhang gepackt). Gibt es eine Ansprechperson, wähle die Anrede „Sehr geehrte Frau …/Sehr geehrter Herr …“, ansonsten „Sehr geehrte Damen und Herren“. Schreibe, auf welche Stelle Du Dich bewirbst und welche Unterlagen sich im Anhang befinden. Ende mit einer höflichen Grußformel und Deinem vollständigen Namen.

 

Der Lebenslauf:

Da bei einer E-Mail-Bewerbung das Deckblatt überflüssig ist, gehört das Bewerbungsfoto in den Lebenslauf. Der Lebenslauf ist genauso zu verfassen wie bei der klassischen Bewerbung. Das Dokument exportierst Du als PDF.

 

Die Anlagen:

Werden bestimmte Anlagen verlangt, packst Du alle geforderten Zeugnisse, Zertifikate etc. in ein PDF-Dokument. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welche Unterlagen Du mitschicken sollst, kannst Du dem Personalverantwortlichen im Anschreiben anbieten, weitere Unterlagen auf Wunsch nachzureichen.

 

Bevor Du auf „senden“ klickst

Achte vor dem Absenden darauf, dass die Bewerbung per Mail vollständig ist. Hast Du alle Anhänge eingefügt (Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen)? Hast Du auch keine Tippfehler gemacht? Ist die Datenmenge nicht zu groß? Klingt Deine E-Mail-Adresse seriös? Hast Du nur Abkürzungen verwendet, die es auch wirklich gibt? Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen sendest Du unbedingt als PDF-Dateien! Sprich den Adressaten möglichst direkt an. Grundsätzlich wird bei der Stellenanzeige eine Kontaktadresse angegeben. Das Senden der Unterlagen an eine allgemeine Firmenadresse kann schnell zum Verlust Deiner Bewerbung führen.

 

Fünf Dinge, die Du noch beachten solltest

1. Ladezeiten kosten Zeit, die der Personaler nicht hat. Achte also darauf, dass Deine Anhänge 2 MB nicht überschreiten.

2. Anhänge werden immer als PDF-Dateien gesendet! Gib ihnen aussagekräftige und kurze Namen (z.B. „Lebenslauf_Mustermann.pdf“) und lege sie in derselben Reihenfolge wie bei einer klassischen Bewerbungsmappe an.

3. 123anna321@…de ist keine seriöse E-Mail-Adresse. Vermeide kindische Adressennamen. Auch Firmenadressen sind keine Option. Lege notfalls einen neuen Account an.

4. Kontrolliere regelmäßig Deinen E-Mail-Briefkasten, auch den Spamordner.

5. Konntest Du mit Deinem Bewerbungsschreiben überzeugen, druckst Du die Unterlagen aus und bringst sie zum Vorstellungsgespräch mit.

 

Das Team Thesius wünscht Dir viel Erfolg!

 

 

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