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Das Anschreiben – so überzeugst Du den Personaler

Sehr viel hängt vom Anschreiben ab – schließlich ist es das Papier, das den Personaler überzeugen muss. Schon der erste Satz muss stimmen, damit die Bewerbungsmappe nicht auf dem Absagestapel landet. In diesem Blogartikel stellen wir Dir die wichtigsten Aspekte vor, die in jedem Anschreiben beachtet werden müssen.

 

Das Anschreiben – ein flammendes Plädoyer

Anders als der Lebenslauf, der Dein fachliches Profil aufzeigt, muss das Bewerbungsschreiben Deine Motivation überzeugend darstellen. Hier reicht es nicht, einfach nur Höhepunkte aus dem Lebenslauf zu wiederholen. Der Personaler möchte erfahren, warum ausgerechnet Du der beste Kandidat für den ausgeschriebenen Job bist! Mit dem Anschreiben weckst Du Interesse und hebst Dich von den anderen Bewerbern ab. Vergiss nicht: Dein Anschreiben erzeugt einen ersten Eindruck von Dir, für den es keine zweite Chance gibt. Entsprechend einprägsam muss das Anschreiben sein. Grammatik- und Rechtschreibfehler dürfen hier nicht auftauchen. Das hinterlässt einen schlechten Eindruck.

 

Formalitäten

Wähle eine sterile Schriftart aus, z.B. Arial oder Times New Roman in 12 pt. Vermeide unnötige Etikette wie Fett, Kursiv, Unterstreichung und Farben, genauso wie Bilder und Logos. Beachte, dass Du das Dokument eventuell in eine Mappe legst, darum wähle links einen größeren Seitenrand als rechts. Es reicht ein halber Zentimeter mehr. Vielleicht will sich der Personaler Notizen machen. Lass also am rechten Rand mindestens 2 cm Platz dafür.

 

Der klassische Aufbau

Briefkopf:

  1. Eigener Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  2. Name des Unternehmens, z.H. Name Kontaktperson (falls vorhanden), Anschrift
  3. Datum

Betreff:

  • „Bewerbung um ein Praktikum …/als Vollzeitkraft …/auf die Stelle als …“ (größer und/oder fett)
  • Ggf. Angabe der Quelle: „Ihr Stellenangebot auf XY …“

Begrüßung:

  • „Sehr geehrter …“/„Sehr geehrte …“
  • Falls keine Kontaktperson angegeben: „Sehr geehrte Damen und Herren“

Einleitung:

  • Klassischerweise beantwortest du zu Beginn folgende Fragen:
    • Auf welche Stelle und welche Art der Beschäftigung bewirbst Du dich? („Hiermit bewerbe ich mich in Ihrem Hause als …“)
    • Wie bist Du auf diese Stelle aufmerksam geworden? („Mit großem Interesse bin ich im … auf die ausgeschriebene Stelle aufmerksam geworden.“)
  • In den meisten Fällen ist es aber besser, einen kreativen und individuellen Einstieg zu wählen. Mehr dazu verraten wir Dir weiter unten im Text!

Hauptteil:

  • Was ist Deine derzeitige Beschäftigung? Wie wird der Beruf/das Studienfach bezeichnet? Wie ist der Name des Unternehmens/der Hochschule? Was waren Deine wichtigsten Tätigkeiten?
  • Warum bewirbst Du Dich bei diesem Unternehmen? Warum bist Du gerade an diesem Unternehmen interessiert? Warum glaubst Du, dass Du in das Unternehmen passt? Mit welchen Stärken kannst Du Dich einbringen? Welche Deiner Qualifikationen könnten das Unternehmen bereichern?
  • Führe Beispiele für frühere Erfolge an und hinterlege Beweise in Form von Referenzen, Zertifikaten und Arbeitsproben in den Anlagen („Sehr stolz bin ich auf meine…“/ „In meinem letzten Praktikum habe ich erfolgreich ein … konzipiert“).

Schluss:

  • Gibt es ein Einstiegsdatum? Wenn nicht, teile mit, ab wann Du verfügbar bist.
  • Ergänze optional Deine Gehaltsvorstellung p.a.
  • Fordere zum Handeln auf! Erkläre, dass Du Dich auf eine Rückmeldung/Einladung zum persönlichen Gespräch freust.

Grußformel:

  • „Mit freundlichen Grüßen“, darunter handschriftliche Unterschrift, darunter den vollständigen Namen elektronisch eintragen.

 

So sieht der klassische Inhalt eines Anschreibens aus. Damit machst Du zwar nichts falsch, es ist aber auch nichts Besonderes. Es macht Sinn, die Struktur beizubehalten, bei der Formulierung kannst Du aber gerne mal etwas wagen. Der HR-Manager hält hunderte solcher Bewerbungen in der Hand. Möchtest Du auffallen und den Personalentscheider dazu bringen, auch die nächste Seite Deiner Bewerbung durchzulesen, helfen Dir vielleicht die folgenden Tipps:

 

Anlagenliste – ja oder nein?

Häufig liest man den Tipp, dass man unter dem Anschreiben noch die Anlagen auflisten soll. Doch wohin damit? Meistens ist das Blatt schon voll und das Kürzen des Motivationsschreibens auf eine Seite eine Kunst für sich. Geeigneter ist es, die Anlagen auf einer Extraseite aufzulisten, welche Du hinter dem Lebenslauf einfügst.

 

Diese Floskeln solltest Du vermeiden

Viel zu oft liest der Personaler Wörter wie „innovativ“, „dynamisch“, „motiviert“ etc. Diese Adjektive sind phantasielos und abgegriffen. Du solltest keine abgedroschenen Phrasen aneinander reihen, viel mehr solltest Du Deine Soft Skills anhand konkreter Beispiele aus Beruf und Privatleben herausstellen. Dabei müssen die oben genannten Begriffe noch nicht einmal verwendet werden.

 

Wecke das Interesse des Personalers durch einen mitreißenden Einstieg

In besonders beliebten Unternehmen haben die Personaler keine Zeit, sich eine Bewerbung gründlich anzuschauen. Der erste Eindruck zählt! Um schon auf den ersten Blick aufzufallen, sollte der erste Satz des Anschreibens unkonventionell und unerwartet sein. Dies kann schon darüber entscheiden, ob Deine Mappe weggelegt oder weitergelesen wird. Beginne z.B. mit Deiner Motivation, aber vermeide ich-bezogene Pronomen am Satzanfang. Sei mutig und frech. Das zeigt Selbstbewusstsein. Du kannst z.B. auch mit einer Frage einsteigen oder mit einer kurzen, charmanten Geschichte.

 

Alles auf einen Blick

  1. Wecke die Neugier des Personalers durch einen kühnen Einstieg.
  2. Überzeuge durch Individualität und das Weglassen von Floskeln.
  3. Call to action!

Wenn Du diese drei Punkte beachtest und das Bewerbungsschreiben persönlich und individuell auf das Unternehmen zuschneidest, steht der Einladung zu einem Bewerbungsgespräch nichts mehr im Wege.

 

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