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Das Interview – die persönliche Art der Umfrage

Das Interview ist eine mündliche und persönliche Form der Befragung.

Zu Beginn solltest Du den Probanden Folgendes zusichern, damit Du eine hohe Teilnahmebereitschaft und eine adäquate Beantwortung Deiner Fragen erreichst und keine negativen Interviewassoziationen entstehen:

  1. Mache deutlich, dass die Teilnahme stets freiwillig ist!
  2. Sichere eine immer anonym bleibende Auswertung zu (und halte Dich auch daran)!
  3. Gib eine realistische Zeitdauer für das Interview an!

 

Probleme erkennen und beseitigen

Um eventuell auftretende Probleme während der Befragung händeln zu können, ist eine im Vorfeld durchgeführte Auseinandersetzung mit ggf. auftretenden problematischen Situationen und Lösungswegen bzw. Reaktionsalternativen zu empfehlen.

Klassische Problemfelder können mangelnde Teilnahmebereitschaft, durch schlecht oder kompliziert formulierte Fragen hervorgerufene Verständnisprobleme, bestimmte und evtl. durch die Umgebung bedingte Antworttendenzen sowie das Abschweifen von der eigentlichen Thematik sein.

 

Vorbereitung des Interviewers

Um solchen Problemen vorzubeugen, lohnen sich bei einer mündlichen Befragung die ausgiebige Auseinandersetzung mit den zu stellenden Fragen und die Durchführung von einem oder mehreren Probeinterviews, um die Sicherheit im Umgang mit anderen teilnehmenden Personen oder eventuellen Verweigerern in einer Befragungssituation zu üben.

Dabei sind Gelassenheit und Freundlichkeit wichtige Wesensmerkmale. Der Interviewer (bist Du es nicht selbst, achte bei anderen Interviewern darauf) sollte zudem in der Lage sein, eine gute Atmosphäre zu schaffen und sich ggf. der Umgebung anzupassen.

 

Verhalten während des Interviews

Während der Befragung ist langsames und deutliches Sprechen ratsam. Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, ist ein genaues und immer gleiches Fragestellen unumgänglich.

Die Wahrung von Neutralität bei gleichzeitiger Empathie ist ebenso ein wichtiger Faktor. Zu große soziale Distanz (überbetonte Sachlichkeit beispielsweise) kann ebenso wie zu geringe soziale Distanz (allzu große Herzlichkeit etc.) für das Interview und Deine Ergebnisse kontraproduktiv sein.

 

Tipps

  • Je nach Weiterverarbeitung bzw. Auswertung der Antworten solltest Du auf eine wörtliche Mitschrift bei offenen Fragen achten, bei der der Originalton und die Wortwahl des Befragten gewahrt werden. Zitatartige und somit vom Original abgewandelte Passagen sind meist unbrauchbar.
  • Das Interview kannst Du am besten mit einer sogenannten Eröffnungs-oder Eisbrecherfrage einleiten. Das gibt dem Interviewten das Gefühl, ernstgenommen zu werden und dass seine Meinung zählt. Daher ist hier die richtige Formulierung äußerst wichtig!
  • Neben den eigentlichen Sachfragen sollte das Interview auch instrumentelle Fragen enthalten, die z.B. zur Überbrückung anfänglicher Kontakthemmungen dienen. Fragen, die das Selbstvertrauen stärken, die Phantasie anregen, Interesse auf- und konventionelle Hürden abbauen sowie solche, die zur Belebung der Erinnerung beitragen, können ebenso sinnvoll sein.

 

Alles klar? Den genormten Ablauf eines Interviews kannst Du Dir zur Sicherheit auch noch anschauen und wenn Du Deinen Interviewentwurft soweit fertig hast, hilft Dir bestimmt die Checkliste für standardisierte Interviews weiter.

 

Das geht Dir alles viel zu schnell und Du möchtest erst einmal erfahren, wie so ein empirischer Forschungsprozess eigentlich allgemein abläuft? Auch dafür haben wir für Dich Informationen gesammelt.

 

 

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