Selbstdisziplin
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Selbstdisziplin lernen: Mit Fleiß zum Erfolg

Gerade im Studium ist Selbstdisziplin eine essentielle Fähigkeit. Je älter Du wirst, desto eher sitzt Dir niemand mehr im Nacken, der sagt: „Du musst!“. Am „müssen“ ändert sich aber trotzdem nichts. Selbstdisziplin ist für viele erstmal negativ konnotiert. Es klingt nach Drill, nach Strebertum und Stubenhockerei. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Selbstdisziplin befreit!
 

Der Ist-Zustand: Wo stehst Du?

Manche Leute sind disziplinierter als andere. Während Du bis um 10 Uhr schlummerst, hat dieser eine Freund von Dir bereits Sport gemacht, ein gesundes Frühstück zubereitet und sitzt aufmerksam im Hörsaal. Ständig fragst Du Dich, wie zur Hölle andere so viel an einem Tag erledigt bekommen. Analysiere Deine jetzige Selbstdisziplin, um zu wissen, wo du stehst. Um das herauszufinden, beantworte Dir die folgenden Fragen:
 

1. Stehst du jeden Tag (auch am Wochenende) um dieselbe Uhrzeit auf?

2. Hast du eine Sucht (Koffein, Nikotin, Zucker), die Du eigentlich schon längst loswerden wolltest?

3. Bist Du mit Deiner Kondition unzufrieden, änderst aber nichts?

4. Ist Dein E-Mail Posteingang leer?

5. Sind Dein Arbeitsplatz und Dein Zuhause sauber und ordentlich?

6. Wie regelmäßig machst Du Sport?

7. Ist dein Computer aufgeräumt und organisiert?

8. Wie viel Zeit verschwendest Du an einem typischen Tag?

9. Hast Du Dir Deine Ziele aufgeschrieben? Hast Du Dir Pläne dazu gemacht?

10. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie selbstdiszipliniert bist Du?

 

Vergebliches Warten auf den perfekten Moment

„Ich bin viel zu unmotiviert, um zu lernen.“ Jeder kennt es: Eigentlich müsste man, aber die Motivation fehlt. Haben selbstdisziplinierte Menschen mehr Motivation? Vielleicht; viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass disziplinierte Menschen einfach nicht warten, bis die Motivation sie von selbst anspringt. Klingt böse, ist aber wahr: Motivation ist lediglich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Du brauchst sie nicht zum Kuchenbacken. Akzeptiere, dass Du unmotiviert bist und auch sein darfst – und fange trotzdem an!
 

Selbstwirksamkeitserwartung: „Das kann ich eh nicht!“

Ein Mensch mit niedriger Selbstwirksamkeitserwartung glaubt, dass er zu seinem eigenen Glück nur unwesentlich beitragen kann, das meiste sei Zufall. Sei anders! Glaube an Deine eigenen Stärken und daran, dass Du selbst etwas bewirken kannst. Erhöhe den Glauben an Dich selbst, indem Du Dich an Deine bisherigen Erfolge erinnerst und Dir Vorbilder suchst, mit denen Du Dich identifizieren kannst. Lasse Dir auch mal von Freunden und Familie gut zureden, ohne die netten Worte abwehren zu wollen. Denn Deine Selbstdisziplin hängt stark von Deiner Selbstwirksamkeitserwartung ab – sei überzeugt, dass Du alles hast, was Du brauchst, um Dein Ziel zu erreichen!
 

Habitualisierung: Die Macht der Gewohnheiten

Habitualisierung bedeutet, sich etwas zur Gewohnheit zu machen. Du öffnest Facebook oft unbewusst und Kaffee machen kannst Du morgens schon, bevor Du anfängst zu denken? Gewohnheiten laufen nahezu automatisch ab – sie kosten Dich kaum einen Gedanken und bestimmen Deinen Alltag. Zwischen 30 % und 50 % unseres täglichen Handelns laufen automatisiert ab. Je öfter Du etwas machst, desto leichter fällt es Dir. So wird es immer schwieriger, Dir das habitualisierte Verhalten wieder abzugewöhnen. Ein Leistungssportler wird nur selten darüber nachdenken, ob er heute tatsächlich trainieren soll. Es ist ihm bereits sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergegangen. Neue Gewohnheiten zu etablieren ist einfacher, als alte abzulegen. Mit Hilfe von Nudging, kleinen Erinnerungen als Anstupser kannst Du Dich per Apps daran erinnern lassen und es Dir so leichter machen – automatische Selbstdisziplin!
 

Selbstdisziplin: Fleiß schlägt Talent

Es gibt mehrere Studien, die verdeutlichen, dass sich Selbstdisziplin stärker auf Noten und Leistungen auswirkt als Intelligenz. Nahezu alles, was man unter Talent zusammenfasst, ist auf jahrelange Übung zurückzuführen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Terman-Langzeitstudie, die sich der Erforschung von Hochbegabung widmete. Lehrer aus ganz Kalifornien sollten das jeweils begabteste und zweitbegabteste Kind ihrer Klasse vorschlagen. Zwei Kinder durften an der Studie nicht teilnehmen, da sie mittels eines IQ-Tests nicht als intelligent genug eingestuft wurden. William Shockley gewann im Jahr 1956 den Nobelpreis für Physik, Luis Alvarez machte es ihm 1968 nach.
 
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