Plagiatsprüfung
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Die Plagiatsprüfung – wie Plagiatssoftware funktioniert

Wenn die Abgabefrist für die Bachelor- oder Masterarbeit naht, hat man oft noch einiges zu tun, aber nicht mehr allzu viel Zeit. Umso ärgerlicher ist es, wenn Du kurz vor Schluss bemerkst, dass Dir die Quellenangabe für ein oder mehrere Zitate fehlen und Du sie einfach nicht mehr wiederfinden kannst. Eine Plagiatsprüfung mit einer Plagiatssoftware kann Dir helfen, ungewollte Plagiate zu vermeiden.
 

Ungewollte Plagiate vermeiden

Beim Schreiben der Bachelor- oder Masterarbeit hast Du nicht nur mit einem wesentlich größeren Umfang als dem einer Hausarbeit zu kämpfen, sondern Du wirst wahrscheinlich auch auf eine Vielzahl von Quellen zurückgreifen. Dabei den Überblick zu behalten ist nicht einfach. Schnell hat man vergessen, ein Zitat im Fließtext richtig zu markieren, oder Du weißt vielleicht einfach nicht mehr, aus welcher Quelle Du es zitiert hast. Die Gefahr, ungewollt ein Plagiat zu begehen, ist in solchen Fällen groß! Im schlimmsten Fall gefährdet das Deinen Abschluss und führt zur Zwangsexmatrikulation. Um das zu verhindern, hilft es auf Nummer Sicher zu gehen und Deine Abschlussarbeit einer Plagiatsprüfung zu unterziehen.
 

Was ist überhaupt ein Plagiat?

Als Plagiat gilt die „unrechtmäßige Aneignung von Gedanken, Ideen o.Ä. eines anderen auf künstlerischem oder wissenschaftlichem Gebiet und ihre Veröffentlichung“.[1] Es handelt sich dabei also um den Diebstahl geistigen Eigentums, wenn Du Gedanken oder wörtliche Passagen aus Texten von anderen in Deine Arbeit einflichtst, diese aber nicht als Zitat kenntlich machst. Hierbei ist nochmals zu betonen, dass nicht nur das wörtliche Kopieren ein Plagiat darstellt. Auch die Übernahme von Gedankengängen und Übersetzungen – selbst in eigenen Worten – zählt als Plagiat, wenn die Quelle nicht angegeben wird.
 

Wie funktioniert die Plagiatsprüfung?

Die Prüfung erfolgt mit Hilfe einer Plagiatssoftware. Es gibt auch Dienstleister, die die Prüfung für Dich übernehmen. Seit den großen Plagiatsaffären von Karl-Theodor zu Guttenberg und Annette Schavan in den Jahren 2011 und 2012 nutzen auch Betreuer an Universitäten und Hochschulen standardmäßig Plagiatssoftware. Bei der Plagiatsprüfung wird der Text Deiner Arbeit elektronisch nach verdächtigen Abschnitten durchsucht und diese mit einer Datenbank bzw. Suchmaschine abgeglichen. So findet die Software heraus, welche Abschnitte mit denen aus einer oder mehreren Quellen übereinstimmen. In einem abschließenden Bericht kannst Du sehen, welche Textpassagen dies betrifft und aus welcher Quelle sie stammen. Bei der Plagiatsprüfung solltest Du, wenn möglich, unbedingt Dein Literaturverzeichnis angeben, da die Software dieses bei der Überprüfung zu berücksichtigen versucht.
 

Hilfe, ich habe plagiiert?!

Wie geht man mit dem Ergebnis einer solchen Plagiatsprüfung um? Dir sollte klar sein, dass die Plagiatssoftware meist alles, was übernommen oder auch umformuliert wurde, markiert. Besonders, wenn Dein Literaturverzeichnis überwiegend aus „klassischen“ Literaturangaben und nicht aus Links besteht, schafft es die Software nicht immer, diese den im Text gefundenen Übereinstimmungen zuzuordnen. Erschrecke Dich also nicht direkt, wenn Dir im Ergebnis viele Passagen Deiner Arbeit markiert werden. Überprüfe stattdessen genau, ob es sich bei diesen tatsächlich um Zitate handelt, die Du noch kennzeichnen musst. Meist kannst Du aber mit wenigen Klicks eine gefundene Quelle als bereits angegeben markieren und so das Ergebnis korrigieren.
 

Worauf Du bei der Plagiatsprüfung achten solltest

Wie bei so vielem liegt der Teufel im Detail. So sollte Dir klar sein, dass auch die Software solcher Plagiatsprüfungen nicht alles erkennen kann. Das liegt daran, dass für die Überprüfung die Suchmaschinen Google und Bing genutzt werden. Was diese nicht finden, wird in der Folge auch von der Plagiatssoftware nicht entdeckt. Zwar greift die Plagiatsprüfung in den meisten Fällen auch auf eigene Datenbanken zurück, doch ist es schlicht unmöglich, dass auf diese Weise tatsächlich jede mögliche Quelle gefunden wird.
 
Darüber hinaus solltest Du Dir das Kleingedruckte genauer ansehen, bevor Du Deine Arbeit zur Überprüfung hochlädst. Hast Du die Möglichkeit, Deine Datei jederzeit wieder vom Server zu löschen oder wird sie der Datenbank des Anbieters hinzugefügt? Findest Du hier nur unzureichende Informationen, solltest Du auf einen anderen Anbieter oder ein anderes Programm zurückgreifen.
 

Die Zusammensetzung der Kosten einer Plagiatsprüfung

Bedenke auch, dass die meisten Anbieter von Plagiatsprüfungen die Kosten anhand des Textumfangs berechnen. Insgesamt solltest Du darauf achten, dass Du für die Überprüfung nur den Text hochlädst, der geprüft werden soll und auch geprüft werden kann. Die Plagiatsprüfung schließt beispielsweise Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse oft nicht mit ein. Diese kannst Du vorher also ruhig aus dem zu prüfenden Text entfernen.
 
Wir hoffen, dass dieser Artikel Dir weitergeholfen hat. Wenn Du Deine Erfahrungen mit Plagiatssoftware teilen willst, ist unser Forum der richtige Ort dafür!
 
[1] http://www.duden.de/rechtschreibung/Plagiat
 
 
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