Checkliste Zitieren
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So zitieren Informatiker: IEEE und DIN ISO 690

Wir stellen Dir heute zwei Zitationsstile vor, die in der Informatik verwendet werden. Der IEEE-Zitationsstil wurde vom Institute of Electrical and Electronical Engineers entwickelt. DIN ISO 690 ist ein vor allem in Deutschland anerkannter Stil, der immer weiterentwickelt wird. Erarbeitet hat ihn die Internationale Organisation für Normung.

Zitieren für Informatiker mit IEEE

 

Nummerische Verweise im Fließtext

Der Stil IEEE nutzt im Text Nummern, um auf Werke im Literaturverzeichnis zu verweisen: [1]. Zitate werden so durchnummeriert und im Literaturverzeichnis werden die Werke dann den Nummern zugeordnet. Im Text wird eine Nummer mehrfach verwendet, wenn das gleiche Werk erneut zitiert wird. Du hast eine These aufgestellt, die Du gleich mit mehreren Werken belegen willst? Dann setze mehrere Nummern in eine Klammer. Leerzeichen sind ebenfalls überflüssig: [1,4,7] oder auch: [2-5].

 

Das Literaturverzeichnis

Monographie

Dies ist das Schema für Monographien:

[Nummer] V. Nachname and V. Nachname, Titel. Untertitel. Ort: Verlag, Jahr.

Zur Veranschaulichung hier ein konkretes Beispiel:

[1] J. Blieberger, Informatik. Wien u.a.: Springer, 1990.

Du musst mehrere Autoren aufzählen? Autor 1 und Autor 2 kannst Du ganz einfach durch ein „und“ in der Mitte trennen. Bei mehr als zwei Autoren wird es noch gemütlicher: Auf Autor 1 folgt ein „et al.“

 

Sammelband

Die Angabe eines Sammelbandes kann schnell über mehrere Zeilen reichen. Hier muss nicht nur das Gesamtwerk angegeben werden, sondern auch das Kapitel, das zitiert wird:

[Nummer] V. Nachname, „Titel des Artikels,“ in Titel des Sammelbands, XYnd ed., cil. XY, V. Nachname Herausgeber, Ed. Ort: Verlag, Jahr, pp. Seitenzahlen.

Damit Du ein Beispiel hast, an dem Du Dich zusätzlich orientieren kannst, haben wir Dir einen Sammelband herausgesucht:

[2] G. Görz, „Computerparadigma und Sprachverstehen,“ in Herausforderung der Gesellschaft durch den technischen Wandel: Informationstechnologie und Sprache, Biotechnologie, Technikdiskussion im Systemvergleich, W. Zimmerli, Ed. Düsseldorf: VDI-Verlag, 1989, pp. 37-72.

 

Periodika

Fachzeitschriften werden sehr viel schneller veröffentlicht als Monographien oder Sammelwerke und sind deshalb auch oft aktueller. Du möchtest eine Zeitschrift zitieren? So sieht ein Beitrag aus einer Fachzeitschrift im Literaturverzeichnis aus:

[Nummer] V. Nachname, „Titel,“ Titel der Zeitschrift, vol. XY, pp. Seitenzahlen, Jahr.

Konkret:

[3] T. Tenbrink, „Situated Interaction with a Smart Environment: Challenges and Opportunities,“ Künstliche Intelligenz, vol. 31, pp. 257-264, 2017.

 

Internetquellen

Im Prinzip nutzt Du für Veröffentlichungen im Internet dieselben Schemata, die wir Dir für Printmedien gezeigt haben. Sie werden aber um die URL und das Abrufdatum ergänzt.

V. Nachname. (Jahr, Monat Tag). Titel. (Auflage) [Online]. Available: URL.

 

Zitieren mit der DIN ISO 690

 

Kurzbelege im Text

Im Fließtext arbeitest Du mit Kurzbelegen. Nach dem folgenden Schema gibst Du die wichtigsten Informationen an:

(Nachname, Jahr, S.Seitenzahlen)

So sieht das dann konkret aus:

(Bernhard und Steinhäuser, 1991, S.54)

 

Das Literaturverzeichnis mit DIN ISO 690

 

Monographie

Das Literaturverzeichnis wird alphabetisch geordnet. Hier folgt das Schema für eine Monographie:

NACHNAME, Vorname und Vorname NACHNAME, Erscheinungsjahr. Titel: Untertitel. XY. Auflage. Verlagsort: Verlag. ISBN XY

Beachte, dass sich die Vorname-Nachname-Reihenfolge ab dem zweiten Autor ändert. Bei drei Autoren werden die ersten beiden nur durch ein Komma getrennt. Ab vier Beitragenden wird ein „und andere“ zur Hilfe genommen. Hier siehst Du ein Beispiel:

BERNHARD, Karl L. und Hans-Georg STEINHÄUSER, 1991. Technische Informatik. Bad Kreuznach: Pädagogisches Zentrum des Landes Rheinland-Pfalz.

 

Sammelband

So gibst Du einen Beitrag in einem Sammelband an:

NACHNAME, Vorname, Erscheinungsjahr. Titel des Kapitels: Untertitel. In: Vorname NACHNAME Herausgeber, Hrsg. Titel des Gesamtwerkes: Untertitel. Auflage. Verlagsort: Verlag, S.Seitenzahlen. ISBN

So kann das dann aussehen:

KRÄMER, Sybille, 1989. Wozu brauchen Computer eine Sprache? Über Unterschiede zwischen normalen und formalen Sprachen. In: Walter Ch. ZIMMERLI, Hrsg. Herausforderung der Gesellschaft durch den technischen Wandel: Informationstechnologie und Sprache, Biotechnologie, Technikdiskussion im Systemvergleich. Düsseldorf: VDI-Verlag, S. 17-36. ISBN 3184008592

 

Fachzeitschrift

Eine Fachzeitschrift kann wertvolle Informationen liefern:

NACHNAME, Vorname, Erscheinungsjahr. Titel des Artikels: Untertitel. In: Name der Zeitschrift. Jahrgang(Heftnummer), S.Seitenzahlen. ISSN

Auch hier haben wir ein Beispiel:

RICHTER, Kai-Florian, 2017. Identifying Landmark Candidates Beyond Toy Examples. In: Künstliche Intelligenz, 31(2), S.135-139. ISSN 09331875

 

Internet

Natürlich zeigen wir Dir hier auch kurz, wie eine Internetquelle aussehen kann:

NACHNAME, Vorname, Erscheinungsjahr. Titel des Artikels: Untertitel. In: Name der Zeitschrift [online]. Veröffentlichungsdatum des Artikels [Zugriff am: tt.mm.jjjj]. Verfügbar unter: DOI oder URL.

Im Grunde verwendest Du die gleichen Schemata wie bei Printmedien, sie werden nur um einige Angaben ergänzt. Hier ein Beispiel aus Online-Ausgabe der Tageszeitung SZ:

BRÖHM, Alexandra, 2016. Biometrische Systeme: Ein Passwort kann man ändern, die eigene Iris nicht. In: Süddeutsche Zeitung [online]. 01.09.2016 [Zugriff am: 21.08.2017]. Verfügbar unter: http://www.sueddeutsche.de/digital/biometrische-systeme-ein-passwort-kann-man-aendern-die-eigene-iris-nicht-1.3144344.

Möchtest Du noch mehr über das Zitieren erfahren? Dann bist Du hier genau richtig. Mit unserer Checkliste kannst Du nochmal prüfen, ob Du während der Erstellung Deiner Bibliographie an alles gedacht hast.

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