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Thesius-Nutzer im Porträt: Doktorandin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin Frederike

Name: Frederike Heitmann

Fach: Internationales Privatrecht

Thema der Dissertation: Der Flüchtling im Internationalen Familienrecht

Unternehmen: Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Noerr in Frankfurt

Bereich: Litigation, Arbitration & ADR

 

Seit wann bist Du bei Noerr und warum hast Du dich für eine promotionsbegleitende Tätigkeit bei Noerr entschieden?

Bei Noerr bin ich jetzt seit Herbst 2016. Damals hätte ich auch noch die Möglichkeit gehabt, an unserem Lehrstuhl zu arbeiten, wollte jedoch nach zwei Jahren Hiwi-Tätigkeit einmal etwas anderes ausprobieren. Für die Tätigkeit bei Noerr habe ich mich dann entschieden, weil ich neben der Promotion auch praktische Erfahrungen als Vorbereitung für das Referendariat sammeln wollte. Dies hat sich auch direkt beim Mitverfassen von Schriftsätzen, wie etwa einer Klageerwiderung, erfüllt.
 

Welche Aufgaben übernimmst Du typischerweise als Wissenschaftliche Mitarbeiterin?

Was waren bisher deine persönlichen Highlights?

Meist bekomme ich einzelne Recherchefragen im Rahmen eines Mandats zugeteilt, die sich in meinen zwei Wochenarbeitstagen bearbeiten lassen. Diese Aufgaben machen mir besonders viel Spaß, da ich hier das Gefühl habe, dass meine Arbeit meine Vorgesetzten wirklich entlastet. Manchmal arbeite ich auch an längerfristigen Projekten wie der Veröffentlichung von Aufsätzen in juristischen Fachzeitschriften mit. Selbst Aufgaben, die zunächst weniger attraktiv erscheinen, wie z.B. Auswertung von Zahlentabellen, werden oft durch die spannenden juristischen Hintergründe wirklich interessant!
 
Ein besonderes Highlight und mal etwas ganz anderes war z.B. die Mitarbeit beim Investment Arbitration Moot Court 2017 an der Universität Frankfurt, bei dem wir intensiven Kontakt zu internationalen Studenten hatten und ich auch die abschließende Studentenparty mitorganisieren durfte.
 
Zudem finde ich insbesondere die Mitarbeit bei dem Seminar „Female Negotiation Strategies“, das meine Vorgesetzte Dr. Sophia Habbe an der Uni Frankfurt einmal im Semester abhält, sehr motivierend. Hier habe ich besonders viel für mich persönlich mitgenommen z.B. wie ich gerade als Frau in Verhandlungssituationen bewusster vorgehen kann, um eine – für mich oder den eigenen Mandanten – vorteilhafte Situation zu erreichen.
 

Wie viele Tage die Woche bist Du bei Noerr bzw. widmest Du Deiner Promotion?

Ich arbeite zwei Tage die Woche, was meines Erachtens nach auch das Maximum ist, wenn man bei seiner Doktorarbeit vorankommen möchte und nicht vor hat, ewig daran zu sitzen. Somit bin ich montags und dienstags bei Noerr. Von Mittwoch bis Samstag arbeite ich dann an meiner Doktorarbeit und am Sonntag ist natürlich frei. Das ist allerdings eher die Theorie. Unter der Woche habe ich oft zwischendurch noch organisatorische Dinge zu erledigen. Über das Wochenende fahre ich öfter weg oder bekomme Besuch – ein Luxus, der in der Examensvorbereitung undenkbar war und was ich nun sehr genieße als Doktorandin. Trotzdem oder vielleicht gerade wegen dieser „kreativen Pausen“ habe ich das Gefühl, gut voranzukommen und bin in meinem Zeitplan.
 

Und wie können wir uns einen typischen Arbeitstag bei Noerr vorstellen?

Morgens komme ich gegen 9 Uhr ins Büro und bleibe meist so bis 19/19.30 Uhr. Bei dringenden Aufgaben bleibe ich – und dann auch wirklich gerne – länger, aber ein langes Absitzen von Zeit bis in die späten Abendstunden gibt es bei uns nicht. Daneben sind meine Vorgesetzten bezüglich meiner Urlaubszeiten sehr flexibel, sodass ich öfter Arbeitstage vor- oder nacharbeiten kann und so Urlaubstage spare. Das ist super!
 
Wenn ich ins Büro komme, habe ich oft schon eine Aufgabe per Mail bekommen. Häufig arbeite ich dann auch mit anderen WiMas zusammen oder führe von anderen WiMas angefangene Aufgaben fort. Auch die Mittagspausen verbringe ich meistens mit anderen Referendaren und Wissenschaftlichen Mitarbeitern oder nutze die Zeit, um mich mit Freunden in der Stadt zu treffen.
 

Was würdest Du Deinem besten Freund sagen, was die Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Noerr für Dich jede Woche aufs Neue ausmacht?

Die Arbeit bei Noerr gefällt mir gerade deswegen so gut, da ich mir kein besseres Team zur Zusammenarbeit vorstellen kann. Sowohl die Kommunikation zwischen mir und den vorgesetzten Partnern und Associates als auch den anderen Wissenschaftlichen Mitarbeitern, Referendaren und Praktikanten läuft einfach rund und es herrscht ein super Arbeitsklima mit gutem Umgangston. Ich kann auch immer nachfragen, wenn ich etwas nicht genau verstehe und bekomme stets ein Feedback. Hierdurch lerne ich jedes Mal viel dazu und konnte schon einiges für das Referendariat und auch eine spätere Tätigkeit als Anwältin mitnehmen.
 
Daneben reizen mich vor allem auch die ganz unterschiedlichen Aufgaben – diese Vielfalt finde ich besonders spannend. Toll finde ich auch, dass ich an allen Kaiserseminaren im Rahmen des Weiterbildungsprogramms Noerr Campus Jump teilnehmen kann, was mir bereits jetzt als fruchtbare Vorbereitung auf das Referendariat und die Klausuren im Zweiten Staatsexamen erscheint.
 
Was ich noch schön fände, wäre an den Englischkursen für Anwälte auch schon als Wissenschaftliche Mitarbeiterin teilnehmen zu können.
 

Welche Erfahrung , die Du hier für deinen Karriereweg gesammelt hast, möchtest Du nicht missen?

Für mich ist es das Gesamtpaket aus Hineinschnuppern in die unterschiedlichsten Rechtsgebiete, mit denen ich mich im Studium weniger befasst habe, wie z.B. dem Aktienrecht oder dem Schiedsverfahrensrecht, das Kennenlernen der täglichen Abläufe in einer Großkanzlei und damit eines späteren möglichen Berufsbilds für mich.
 
Entscheidend für eine spätere Tätigkeit in der Großkanzlei ist für mich die Kombination aus spannenden Aufgaben und einem Team, das zu einem passt. Und das habe ich bei Noerr gefunden!
 
 
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