Eine Masterarbeit besteht aus mehr als Einleitung, Hauptteil und Schluss. Die Gliederung und das Inhaltsverzeichnis sind ebenso notengebend und relevant!
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Nicht nur der Inhalt zählt …

Eine Masterarbeit besteht nicht ausschließlich aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Zwei weitere und nicht unwesentliche Elemente sind die Gliederung und das Inhaltsverzeichnis. Beide dienen dem Leser als Orientierung und fließen mit in die Benotung ein. Genug Gründe, um sich ausführlich mit diesem Thema zu beschäftigen:

 

Mach Dir einen Plan!

Klar, das hast Du alles schon mal gehört und gemacht – bei Deiner Bachelorarbeit. Trotzdem kann es nicht schaden, sich die wichtigsten Tipps in Bezug auf die Gliederung und das Inhaltsverzeichnis einer akademischen Arbeit wieder in Erinnerung zu rufen. Nach dem Prozedere der Themen- und Betreuerfindung solltest Du Dir nun entsprechend Deines Masterarbeitsthemas überlegen, wie Du Deine Masterarbeit gliederst. Hierbei hast Du mehrere Möglichkeiten:

  • Bei einem chronologischen, also zeitlichen, Aufbau, arbeitest Du nach Entwicklungen oder Zeitabschnitten und Epochen
  • Du kannst Deine Arbeit inhaltlich nach These, Antithese und Synthese gliedern
  • Beim deduktiven Verfahren erarbeitest Du den Inhalt vom Allgemeinen zum Besonderen
  • Beim induktiven Verfahren erarbeitest Du den Inhalt vom Besonderen zum Allgemeinen
  • Du kannst nach Ursachen und Wirkungen vorgehen
  • Oder Du gliederst aufsteigend oder abfallend nach Wichtigkeit

Überlege Dir oder besprich mit Deinem betreuenden Dozenten, welches Gliederungsmuster für das Thema Deiner Masterarbeit und Deine wissenschaftliche Methode am sinnvollsten ist. Die passende Gliederung für Deine Masterarbeit wird Dir später helfen, den roten Faden beim Schreiben nicht zu verlieren, denn ein gutes Inhaltsverzeichnis strukturiert nicht nur Deine Arbeit, sondern auch Deine Arbeitsweise.

 

Worum geht’s eigentlich?

Das Inhaltsverzeichnis dient vielen Zwecken: Es verschafft einen Überblick über Dein Forschungsvorhaben, beschreibt den Aufbau Deiner Masterarbeit, dient der Orientierung Deines Lesers und stellt außerdem einen Rahmen für Dich selbst dar, in dem Du dich sicher bewegen kannst.

 

Inhaltsverzeichnis – Ja, wo isses denn?

In Deutschland steht das Inhaltsverzeichnis am Anfang der Masterarbeit. Es folgt direkt auf das Titelblatt und steht noch vor Vorwort oder Einleitung. Schreibst Du deine Masterarbeit in einem anderen Land, solltest Du dich informieren: In Italien oder Frankreich beispielsweise ist es auch gängig, das Inhaltsverzeichnis einer Abschlussarbeit an den Schluss zu stellen. Erkundige Dich im Zweifelsfall beim Prüfungsamt Deiner Universität oder frage den Betreuer Deiner Masterarbeit.

 

Die Katakomben des Verzeichnisses – Kapitel und Unterkapitel

Das Inhaltsverzeichnis enthält neben allen Kapiteln auch alle Unterkapitel lückenlos aufgeführt. Die Nummerierung dieser Kapitel und Unterkapitel muss durchgehalten und auch im Fließtext Deiner Masterarbeit entsprechend aufgegriffen werden.

Eine gelungene Gliederung: So kann’s aussehen

1    Einleitung

2    Theoretischer Hintergrund 1

2.1 Definition

2.2 Theoretisches Modell 1

2.2.1 Konzept 1

2.2.3 Konzept 2

2.3 Theoretisches Modell 2

2.3.1 Konzept 1

2.3.3 Konzept 2

2.4 Zusammenfassung

3    Theoretischer Hintergrund 2

3.1 Definition

3.2 Theoretisches Modell 1

3.2.1 Konzept 1

3.2.3 Konzept 2

3.3 Theoretisches Modell 2

3.3.1 Konzept 1

3.3.3 Konzept 2

3.4 Zusammenfassung

4    Empirischer Teil/Zusammenführung theoretischer Hintergründe

5    Fazit

6    Literaturliste

 

Nicht lang grämen – Thesius Formatvorlagen nehmen!

Wir halten in unseren Thesius Tools einige Formatvorlagen für die Gliederung Deiner Abschlussarbeit bereit. Verschiedene Schriftarten, römische oder arabische Zahlen, mit oder ohne Kopfzeile. Schau vorbei, vielleicht ist ja auch das passende für Dich dabei und Du kannst einige Zeit sparen.

 

So wird’s perfekt

Achte bei der Erstellung Deines Inhaltsverzeichnisses darauf, die Unterkapitel nicht zu tief zu gestalten. Ein Kapitel sollte nicht über drei Stufen, also z.B. 1.1.2, hinausgehen. Ist das der Fall, solltest Du Dir überlegen, ob eine andere, simplere Strukturierung nicht sinnvoller ist. Ein einzelnes Kapitel sollte mindestens eine halbe Seite lang sein. Wenn es kürzer ist, fasse es besser mit einem anderen Kapitel zusammen. Außerdem: Wer A sagt, muss auch B sagen. Wenn Du ein Unterkapitel 2.1. einführst, muss auch 2.2. folgen.

Es bietet sich an, die erste Version Deines Inhaltsverzeichnisses anhand der Gliederung bereits vor Beginn des Schreibens der Masterarbeit aufzustellen. Das Inhaltsverzeichnis vorher fertig zu stellen hilft gerade bei längeren Arbeiten, den roten Faden nicht zu verlieren. Es dient Dir als Wegweiser, an dem Du dich beim Schreiben orientieren kannst. Während des Schreibens Deiner Masterarbeit kannst Du es dann je nach aktuellen Entwicklungen abändern und modifizieren – aber: Nicht den Faden verlieren! 😉

 

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