Ein duales Masterstudium kann spannend sein. Insbesondere die Mischung aus Theorie und Praxis ist verlocken. Doch neben den Vorteilen gibt's auch Nachteile.
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Das duale Masterstudium

Ein duales Masterstudium ist meist, ebenso wie ein regulärer Master an einer Universität, konsekutiv ausgerichtet, das heißt, es baut inhaltlich auf Deinem jeweiligen Bachelorstudiengang auf. Bei einem dualen Studium werden Deine Fachkompetenzen in Theorie und Praxis vertieft. Meist arbeitest Du während Deiner Semesterferien im Unternehmen. In manchen Fällen verbringst Du aber auch einige Tage in der Woche an der Universität und die restlichen Tage im Unternehmen. Die steigenden Zahlen der letzten Jahre bestätigen die Anerkennung dieser Studiengänge, in denen Theorie und Praxis miteinander verbunden werden. Aus der hohen Beliebtheit resultieren aber auch hohe Bewerberzahlen, achte also darauf, dass Du Dich früh genug informierst und um einen Platz bemühst.

 

Die Vorteile

Das wertvollste Benefit eines dualen Studiums ist die praktische Erfahrung, die Du währenddessen machst. Schon während Deines Studiums kannst Du mehrjährige einschlägige Arbeitserfahrung sammeln und musst Dich nicht zusätzlich um Praktika bemühen. Außerdem wird Dir Deine Arbeitszeit finanziell vergütet, wodurch Du gegenüber anderen Studierenden deutlich unabhängiger bist und somit weniger Restriktionen hinnehmen musst. Da die Teilnehmerzahl bei einem dualen Studium meist begrenzt ist, kannst Du in kleinen Arbeitsgruppen und einem ansprechenden Professoren-Studierenden-Verhältnis effizient lernen und mit einer guten Betreuung rechnen.

Da Du über einen längeren Zeitraum an ein Unternehmen gebunden bist, kannst Du sowohl durch Deine praktische Weiterentwicklung als auch Deine neu gewonnenen theoretischen Erkenntnisse in neue Aufgaben hineinwachsen. Anders als bei Praktika musst Du nicht mehr eingearbeitet werden und bekommst anspruchsvolle Aufgaben mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung zugeteilt. Da Dein Unternehmen Dich nach seinen Vorstellungen ausbildet, ist es daran interessiert, Dich auch nach dem Studium zu beschäftigen. Du musst Dir am Ende des Studiums also weniger Sorgen um einen Job machen, die Übernahmechancen stehen meist sehr gut.

 

Die Nachteile

Ein duales Masterstudium ist zeitlich sehr aufwendig und verlangt Selbstdisziplin und organisatorisches Talent. Andere Studierende werden zeitlich mehr Freiheiten haben als Du und auch an langen Semesterferien wirst Du Dich nicht erfreuen können, da Dir nur eine begrenzte Zahl an Urlaubstagen zur Verfügung stehen wird. Durch die Gebundenheit an das Unternehmen hast Du weniger Möglichkeiten, Dich während Deines Studiums noch anderweitig fortzubilden, für ein Praktikum in einer anderen Branche bleibt Dir also keine Zeit. In manchen Fällen kann es sogar vorkommen, dass Du noch über Dein Studium hinaus eine Zeit lang an das Unternehmen gebunden bist. Wenn Du nach Deinem Studium also wechseln möchtest, solltest Du Dich vorher genau informieren, wie Dein Ausbildungsvertrag aussieht. Häufig wird auch kritisiert, dass den dual Studierenden vor allem firmenspezifisches Wissen vermittelt wird, was ein späterer Wechsel zu einem anderen Unternehmen zusätzlich erschwert. Außerdem kann es vorkommen, dass Du zwei Wohnsitze benötigst, da Universität und Betrieb nicht immer in der gleichen Region liegen.

Wäge also alle Vor- und Nachteile eines dualen Studiums ganz persönlich für Dich ab und entscheide dann, was für Dich am Besten ist.

 

Wir wünschen Dir eine spannende Zeit!

 

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