Spiel mit dem Geld: Die Gehaltsverhandlung
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Gehaltsverhandlung – das knifflige Spiel mit dem Geld

Die Frage nach mehr Geld lässt so manchem Chef einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Bei der Gehaltsverhandlung kommt es auf Timing und Geschick an. Mit der richtigen Strategie kannst Du erfolgreich sein, mit der falschen jedoch eine Bruchlandung nach Maß hinlegen. Gehe das Thema also äußerst überlegt an. Damit die Verhandlung für Dich nicht zum Fiasko wird, möchten wir Dir helfen und Dir ein paar Tipps und Anregungen liefern.

 

Finde die richtigen Argumente

„Solange ich schlecht bezahlt werde, arbeite ich auch nur mit halber Motivation!“ Mit solchen Aussagen ziehst Du die Aufmerksamkeit des Chefs zu 100 Prozent auf Dich. Dein Bankkonto füllt sich dadurch aber wohl kaum und die Sympathie solltest Du Dir damit auch verspielt haben. Um wirklich gestärkt in die Gehaltsverhandlung zu treten, braucht es Fingerspitzengefühl – viel davon! Sammle zunächst schlüssige Argumente, die für mehr Gehalt sprechen. Argumente, die Deinem Chef zeigen, welchen Wert Du für die Firma mitbringst und welcher Erfolg durch Deine Leistungen verbucht werden konnte. Du hast mehrere Projekte selbständig betreut und erfolgreich abgeschlossen? Du hast Neukunden für die Firma generieren können und dafür auch die ein oder andere Überstunde gerne in Kauf genommen, um Dich voll in den Dienst der Firma zu stellen? Genau DAS sind die Punkte, die Du unbedingt erwähnen solltest.

 

Wähle den richtigen Zeitpunkt für die Gehaltsverhandlung

Dein Chef ist diese Woche extrem launisch? Falscher Zeitpunkt. Deine Chefin hetzt diese Woche von Meeting zu Meeting? Falscher Zeitpunkt. Um solche Situationen im Vorfeld zu vermeiden, sprich Deinen Wunsch in einer ruhigen Minute an und bitte um ein Gespräch. Alternativ schreibst Du eine E-Mail und inkludierst einen Terminvorschlag. Wird dieser bestätigt, geht es an die oben angesprochene Vorbereitung. Denn ohne klare Gehaltsvorstellungen und passende Strategie wird der Ertrag gering oder nichts sein.

 

Rede nicht um den heißen Brei herum

Sei im Gespräch höflich, aber bestimmt. Du hast nichts zu befürchten. Reflektiere Deine Leistung und lege dar, warum sie eine Gehaltserhöhung rechtfertigt. Auch ein Eröffnungsangebot ist nicht unüblich. Nenne eine konkrete, realistische Summe, die Dir vorschwebt. Danach gibt es zwei Optionen: Entweder lässt sich Dein Chef auf eine Gehaltsverhandlung ein und zeigt sich gesprächsbereit oder er versucht Dich abzuwimmeln. Letzteres kann aber auch eine Art Probe sein: Lässt Du Dich durch ein einfaches „NEIN“ abschütteln oder abschrecken? Zeige in diesem Fall Durchhaltevermögen und lasse Dich nicht aus der Fassung bringen. Bleibt der Vorgesetzte hartnäckig und verwehrt Dir mehr Gehalt, frage nach anderen Möglichkeiten. Flexiblere Arbeitszeiten, mehr Mitspracherecht bei Aufgaben und Projekten oder die Möglichkeit auf Sonderurlaub können Optionen sein. Hierdurch vermittelst Du zwei wichtige Fähigkeiten: Kompromissbereitschaft und Durchhaltevermögen. Beides wird Deinem Vorgesetzten positiv auffallen.

 

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