Grundsätze der DDL Deutschen Dissertationsliste GmbH – Thesius

Präambel

Die Grundsätze der DDL Deutschen Dissertationsliste (im Folgenden: „DDL“), beruhen auf den 2014 beschlossenen Leitlinien der Versammlung der Geschäftsleitung. Mit der Ausarbeitung, Verabschiedung und Umsetzung dieser Grundsätze verbindet die DDL das Ziel, den Austausch zum aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung sowie dem zwischen einzelnen Wissenschaftsorganen, beteiligten Unternehmen, der allgemeinen Wirtschaft und Wissenschaft bundesweit voranzutreiben, zu vertiefen und zu fördern. Die DDL möchte durch die Themenvermittlung von Abschlussarbeiten für Bachelor- und Masterstudierende sowie für Doktoranden die Übersichtlichkeit und Variation des Themenspektrums, nach spezifischen Interessen und Fächern sortiert, ausweiten und ein vollständiges Bild der Vielfalt der Möglichkeiten des Abschlusses im wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich von Forschungseinrichtungen, Universitäten, Hochschulen und Unternehmen abbilden.

Im Verständnis der DDL ist eine optimale, international wettbewerbsfähige Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses unverzichtbar. Seit der Bologna-Reform spielt die Diversität der Abschlüsse eine große Rolle. Sowohl Bachelor und Master als auch insbesondere promovierte Studierende leisten in wissenschaftlicher, politischer, kultureller und ökonomischer Hinsicht einen wichtigen Beitrag. Gerade im allgegenwärtigen Übergang von der Wirtschafts- zur Wissensgesellschaft erhalten Bildung und Wissenschaft einen wachsenden Stellenwert. Fehlende Transparenz ist hier bislang ein wesentliches Problem.

“Es gibt keine verlässlichen Zahlen, die Auskunft über die laufenden Promotionen geben. Von der amtlichen Statistik werden nur die erfolgreichen Abschlüsse erfasst, so dass Promotionsdauer, Erfolgs- wie Abbruchquoten unbekannt sind.”

Deutscher Wissenschaftsrat, Qualitätssicherung der Promotion, Positionspapier, 2011

Die DDL geht davon aus, dass für die berufliche und gesellschaftliche Praxis zunehmend wissenschaftsbasierte Qualifikationen wesentlich sind. Weiter ist davon auszugehen, dass das Hochschulstudium zunehmend zur Regelausbildung wird. Die Qualitätsansprüche an Hochschulen und Forschungseinrichtungen wachsen. Die DDL ist der Meinung, dass mehr Qualität und Transparenz sowie Vernetzung von Hochschule und Forschung nötig sind, um Forschung, Bildung und Wissenschaft auch zukünftig für die breite Gesellschaft zugänglich zu machen.

Die Veränderung der Wirtschaft hin zur Dienstleistungsgesellschaft mit zunehmenden Anforderungen an Ausbildung, Bildung und Wissenschaftstransfer zwischen Ausbildungs-und Produktionsstätten stellen die Hochschullandschaften vor weitere Herausforderungen. Vor allem die Diskrepanz zwischen den Anforderungen eines internationalen, globalisierten Marktes und der deutschen regionalen, föderalen und generell heterogenen Ausbildungslandschaft ist problematisch. Auch die Veränderung der Gesellschaft hin zu einer Informationsgesellschaft trägt allgemein zur Erhöhung der Wichtigkeit der qualitativ fachkundigen und quantitativ disponiblen Absolventen/-innen bei. Umso wichtiger ist nach Meinung der DDL der Zugang zu schon vorhandenem Wissen. Insbesondere im Bereich der Promotionen aber auch der Bachelor- und Masterabschlussarbeiten. Um dies adäquat gewährleisten zu können und einen umfassenden Überblick über die bereits veröffentlichten Arbeiten zu erhalten, ist eine aktuelle, bundesweite und ständig verfügbare Aufstellung dieser hilfreich.

“Will man Aussagen zu Umfang und Verlauf von Promotionsvorhaben treffen, sieht man sich in Deutschland mit dem Problem konfrontiert, dass keine bundesweiten statistischen Daten zum Eintritt in die Promotionsphase zur Verfügung stehen.”

Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bericht zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Berlin 2008 - 2010, S. 72

1. Grundsätze

a) Die DDL verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Das Unternehmen arbeitet jedoch um Kostendeckung bemüht.
b) Die DDL ist konfessionell neutral, unparteiisch und unabhängig von Interessensverbänden.
c) Die DDL dient der Förderung und Vernetzung von Forschung und Lehre.

2. Leitprinzipien

Unter Leitprinzipien versteht die DDL in Unterscheidung zu den vorangegangenen Grundsätzen diejenigen Grundsätze, die zur Erreichung der Grundsätze im operativen Geschäft dem Handeln zugrunde liegen.

a) Die DDL steht für angewandten und transparenten Wissenstransfer, der Werte schafft.
b) Die DDL fördert den Austausch und die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
c) Die DDL bildet ein Netzwerk, über welches das Forschungswissen und somit auch die Effektivität des Wissens- und Wirtschaftstransfers vervielfältigt werden. Die DDL erschließt hierüber den Zugang zur wissenschaftlichen Kompetenz bundesweit.
d) Die DDL versteht sich als eine fächerübergreifende Netzwerkplattform für Studierende, Absolventen, Dozenten und Forschungsmitarbeiter aller Universitäten und Hochschulen bundesweit. Es soll der Kontakt zwischen Wirtschaft bzw. Praktikern, Studierenden, Absolventen, Dozenten und externen Interessierten gefördert werden.
e) Die DDL vertritt den Standpunkt, dass Forschung autonom, rein, voraussetzungs- sowie wertefrei sein muss und nicht käuflich sein darf.
f) Die DDL versteht sich als wissenschaftliche Kommunikationsplattform vor dem Hintergrund der zunehmend vernetzten Wissensgesellschaft und der Verantwortlichkeit gegenüber der studierenden Gesellschaft.
g) Die DDL sieht die Inflation des Wissens als Herausforderung und fördert die Transparenz des Wissens vor der zunehmenden Intransparenz bzw. Unübersichtlichkeit.

3. Zweck

a) Die DDL fungiert als Netzwerkplattform und stärkt über die Arbeit und einzelnen Plattformverknüpfungen den Austausch und die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
b) Die DDL macht das gesamte Fachspektrum der Universitäten, Hochschulen und Forschungsgemeinschaften bundesweit für den privaten und öffentlichen Sektor nutz- und sichtbar.
c) Die DDL hat das Ziel, als Instanz im intransparenten und inhaltlich wie qualitativ ungeordneten User-Generated-Content des Web 2.0 ein verlässliches Forum für akademische Inhalte darzustellen. Dazu gehören Qualitätssicherung und Anspruch an Seitengestaltung und -content.
d) Die DDL stärkt die Verbundenheit der Studierenden, Absolventen, Dozenten und Interessenten unter sich und deren Beziehungen zur Universität und Hochschule sowie zu Wirtschaft und Forschungseinrichtungen.
e) Die DDL fördert die Wissenschaft, die Vernetzung derer und die Kommunikation mit anderen forschungsrelevanten Feldern.
f) Die DDL unterstützt Studierende und Absolventen in Abschlussarbeits- und Berufseinstiegsmöglichkeiten durch Themenvermittlung und Dozentenkontakte.
g) Die DDL stellt Themenvorschläge zu Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten zur Verfügung, welche von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Hochschulen stammen. Diese werden interessierten Studierenden kostenfrei und nicht-kommerziell vermittelt.
h) Die DDL hat allgemein die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung im Bereich der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses an den deutschen Universitäten zum Zweck.
i) Die DDL ermöglicht Universitäten und Hochschulen durch eigene Verwaltungsbereiche eine fächerspezifische Themenvermittlung sowie den interdisziplinären Austausch unter Dozenten über die universitären Grenzen hinaus.

4. Zuordnung

a) Forschung
Die DDL nimmt eine aktive Position in der Vermittlung von Nachwuchskräften für die Forschung ein, indem sie mit innovativen Methoden vermittelnd, kommunizierend und transparenzschaffend arbeitet.
b) Lehre
Die DDL vermittelt wissenschaftliche Grundlagen, Themen und aktuelle Forschungserkenntnisse bezüglich der Verfassung einer Abschlussarbeit zur Erlangung eines akademischen Grades. Zudem vermittelt die DDL Kontakt zu wissenschaftlichen Institutionen und Wirtschaft.
c) Transfer
Die DDL baut Brücken zwischen Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, transferiert vorhandenes Wissen über die forschungsvermittelnden Kanäle und bringt Lehrende, Forschende und Interessenten zusammen.
d) Kompetenz
Die DDL vermittelt über Abschlussarbeitsthemen Forschungspersönlichkeiten und Nachwuchskräfte der Zukunft an Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten sowie Hochschulen.
e) Innovation
Die DDL beschäftigt Spezialisten und Generalisten, welche sich durch interdisziplinäres Denken und Handeln auszeichnen, ihr Handwerk verstehen, stets zukunftsorientiert sind und innovativen Ideen aufgeschlossen gegenüber stehen.
f) Fortschritt
Die DDL entwickelt innovative Konzepte zur Förderung von Wissenschaft und Forschung, Recherche und Austausch zum Nutzen der Wissensgesellschaft.
g) Verantwortung
Der erkannte Mangel an einer adäquaten und breit genutzten Plattform zum Zwecke des wissenschaftlichen Austauschs wurde von der DDL, am Beispiel anderer europäischer Initiativen orientiert, aufgegriffen. Der Wissenschaftsstandort Deutschland benötigt ein interaktives, webbasiertes, tagesaktuelles und um Vollständigkeit bemühtes Kommunikationskonzept im Web 2.0.
h) Kultur
Unsere Unternehmenskultur zeichnet sich durch flache Hierarchien, innovative Ideen, kreatives Miteinander, interdisziplinären Wissensaustausch und Mitarbeiter aus den verschiedensten Fachgebieten aus.

5. Ziele

a) Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie der interdisziplinäre, bundesweite Wissensaustausch zwischen Studierenden, Dozenten und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft.
b) Entgegenwirkung des Fachkräftemangels durch gezielte Förderung der Nachwuchskräfte (Postdoktoranden/-innen, Doktoranden/-innen, fortgeschrittene Studierende).
c) Recherche in ausschließlich wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten.
d) Bereitstellung, Archivierung und Verbreitung der für eine Promotion relevanten Unterlagen, Promotionsschriften, Bachelor- sowie Masterabschlussarbeiten.
e) Förderung, Erleichterung und Stärkung des Kontakts zwischen Wirtschaft, Forschungsgesellschaften, Wissenschaft, wissenschaftlichen Institutionen, Universitäten und Studierenden.
f) Unterstützung während des Verfassungsvorgangs wissenschaftlicher Arbeiten aller Abschlussformen. Dies umfasst die Vorschläge zu Themen für Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten, die Bereitstellung von geeigneten Recherchequellen, Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen von Stipendien etc. sowie anderweitige Unterstützungsmöglichkeiten. Die DDL unterhält eine Motivationshotline und bietet Schreib- und Verfassungshilfen an.
g) Stärkung der bundesweiten Kommunikation im Bildungs- bzw. Wissenschafts- und Wirtschaftssektor sowie die Steigerung des Images der verschiedenen Abschlussarten, um die anschließenden Karrierechancen der Absolventen positiv gestalten zu können.

Die DDL handelt nach den Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis

Dies beinhaltet insbesondere die Unterstützung, lege artis zu arbeiten, d.h. die Kenntnisnahme und Berücksichtigung des aktuellen Sachstandes und Schrifttums des jeweiligen wissenschaftlichen Gebietes zu berücksichtigen.

a) Die DDL fördert den Einsatz gegenstandsadäquater Forschungs- und Arbeitsmethoden auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Methodologie des jeweiligen wissenschaftlichen Gebietes.
b) Die DDL begrüßt konsequente, selbstkritische Prüfungen und transparente Dokumentationen von Vorgehensweisen und Ergebnissen der wissenschaftlichen Arbeit, um Plagiatsfällen vorzubeugen.
c) Die DDL rät zur Verwendung von transparenten Nachweisen von Daten- und Informationsquellen, die für die wissenschaftliche Praxis herangezogen worden sind.
d) Die DDL spricht sich gegen wissenschaftliches Fehlverhalten aus. Dies beinhaltet insbesondere Falschangaben, die Beeinträchtigung der Forschungstätigkeit anderer, sowie die Verletzung geistigen Eigentums. Die DDL behält sich bei Bekanntwerden dieser oder vergleichbarer Verstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis vor, die betreffende Arbeit aus dem Verzeichnis auszuschließen.

6. Datenschutz

Die DDL sorgt für die Einhaltung der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Primärdaten von wissenschaftlichen Projekten werden von der DDL in elektronischer Form für einen Zeitraum von 10 Jahren auf haltbaren, gesicherten Datenträgern archiviert, um die Erarbeitung von wissenschaftlichen Ergebnissen nachvollziehbar zu machen. Spam und kommerzielle Datenverwertung sind der DDL zuwider und werden nicht unterstützt. Die DDL speichert die Nutzerdaten verschlüsselt und für Dritte unzugänglich auf deutschen Servern.



DDL Deutsche Dissertationsliste, Mainz 2014