Schlecht bezahlte Trainee-Stelle oder besser bezahlte Standardstelle?



  • Hallo zusammen,

    ich bewerbe mich fleißig für den ersten richtigen Job nach dem Master. Viele Absagen später habe ich nun zwei Möglichkeiten: Eine Stelle in einem großen Unternehmen in Köln oder aber eine Stelle in einem total unbekannten Unternehmen in der Kleinstadt.

    Das erste ist eine Traineestelle in einem total bekannten Unternehmen. Aber: Die Stelle ist richtig schlecht bezahlt. Ich müsste ja in Köln wohnen (teuer!) und würde mindestens zwei Jahre richtig arg sparen müssen. Positiv: Ich hätte ein richtig renommiertes Unternehmen im Lebenslauf und würde nochmal richtig im Job ausgebildet werden.

    Das zweite, kleine Unternhemen bietet mir einen Direkteinstieg mit einer "normalen" Bezahlung. Nicht sehr gut, aber eben ausreichend, um normal zu leben und mal in den Urlaub zu fahren. Es ist halt kein strukturiertes Trainee-Programm, aber Berufserfahrung sammle ich da auch.... MIT Geld. zumal ich auch nicht so der Stadtmensch bin ehrlich gesagt.

    Wie würdet ihr euch entscheiden? Meine Freunde raten eigentlich zu Variante 1, mit einer Freundin habe ich mich schon regelrecht gestritten, weil sie nicht verstehen kann, wie ich darüber nachdenken kann so eine Chance abzulehnen ...

    HELP :D



  • Hallo @annanas ,

    wir haben Deinen Beitrag in dieses Unterforum verschoben.

    Liebe Grüße

    Tim von Thesius



  • Puh, also, ehrlich gesagt: Ich bin da ganz bei Deinen Freunden. Auch, wenn viel Geld erstmal toll klingt: Mit einem tollen Trainee-Stelle in einem großen Unternehmen wirst Du das finanziell bald (vermutlich direkt danach) ausgeglichen haben. Mit einer mittelmäßigen Stelle in einem unbekannten Unternehmen kannst Du sicher auch noch Karriere machen, aber es wird deutlich schwerer.

    "Hallo, ich bin Anna und habe mich nach dem Studium auf XY bei Siemens spezialisiert" oder
    "Hallo, ich bin Anna und habe nach dem Studium Müller und Meier in Kleinstadt X gearbeitet" -

    was klingt besser?



  • Wie ist es denn ausgegangen?



  • Huhu alle zusammen,

    nett, dass ihr nach mir fragt. Ich war auch im Forum unterwegs, hab mich aber ehrlich gesag vor einer Antwort gedrückt.

    Ich hab mich tatsächlich entschieden und zwar für die schlechter bezahlte aber angesehenere Traineestelle. Am 01.10. ging es los.

    Gedrückt deshalb, weil ich mir immer noch nicht sicher bin ob dass die richtige Entscheidung war. Ich fühle mich ein bisschen als wäre ich die Auszbildende. Ich mache momenten ziemlich einfache Tätigkeiten. Also wirklich ziemlich. Ich arbeite liegen gebliebene Listen ab und hab mehrere Posteingänge übernommen (wir haben mehrere Mailadressen, so info@xy, kontakt@xy, marketing@xy etc.)

    Momentan hab ich nicht wirklichd as Gefühl, was qualifiziertes zu arbeiten, das meinem Studium entspricht. Ich ärgere mich etwas, nicht die andere Stelle genommen zu haben, wo ich sofort richtig gearbeitet und richtig verdient hätte. Mir wurde hier im Einstellungsgespräch ein eigenes Projekt versprochen, bis jeztz ist davon aber nichts in sicht,. Nunja.

    Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?



  • Ach, und dazu kommt noch dass ich mir in Köln jetzt ein WG-Zimmer gesucht habe. Ich bin überhaupt kein WG-Typ mehr. Ich würde so gerne allein wohnen. Ich fahre jeden Freitag in die Heimat, aber unter der Woche bin ich jetzt eben in dieser Studi-WG. Das fühlt sich irgendwie so an, als wäre ich gar nicht weitergekommen, versteht ihr?



  • Hallo,

    aber ist das nicht am Anfang irgendwie auch normal, dass man nicht gleich die großen Projekte bekommt? Du bist doch zum 01.10. eingetreten, oder? Dann finde ich deine Bewertung doch irgendwie überzogen. Ich kann dir aus Erfahrung sagen: Sei froh, dass du was gefunden hast.

    Trainee-Stellen in bekannten Unternehmen sind doch sowas wie ein 6er im Lotto. Ich würde gerade töten dafür, ehrlich.


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