Thesis: Konzept eines in-situ Meßsystems für Emissions- und Absorptionskoeffizienten

Das Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen entwirft und analysiert zukünftige Raumfahrzeuge und Raumfahrtmissionen (Trägersysteme, Orbital-und Explorationssysteme, Satelliten) und bewertet sie hinsichtlich ihrer technischen Leistungsfähigkeit und Kosten. Für den Systementwurf und die Systemanalyse setzt es dabei modernste Methoden des multi-disziplinären Engineerings ein.

Alle Materialien, die den Bedingungen des Freien Weltraums ausgesetzt werden, sind Degradationsprozessen unterworfen. Die Änderung der Materialeigenschaften durch Partikel- und elektromagnetische Strahlung für die unterschiedlichsten Materialien, die beim Satellitenbau eingesetzt werden, ist dabei von Interesse.

Die in Bremen verfügbare Complex Irradiation Facility (CIF) erlaubt die (simultane) Bestrahlung von Proben mit drei Lichtquellen und Partikelstrahlung (Elektronen und Protonen) mit Energien bis zu 100 keV. So ist es möglich, Degradationseffekte zu provozieren, die in jeweils unterschiedlichen Abständen zur Sonne auftreten können.

Die in den Partikelquellen erzeugten Teilchen werden in den Beschleunigern einstellbar bis zu einer Energie von 100keV beschleunigt über Magneten in die Beamline abgelenkt und treffen in der Bestrahlungskammer auf einen temperierbaren Testobjektträger (Sample Holder).Dieser kann gleichzeitig vom Solarsimulator, einer unmittelbar darüber befindlichen Deuteriumlampe, und der VUV-Quelle bestrahlt werden.

Die fensterlose VUV-Quelle ist ein Alleinstellungsmerkmal der Anlage, da sie eine Bestrahlung deutlich unterhalb des Wellenlängenbereiches der Deuteriumlampe gestattet. Das Testobjekt kann über magnetische Manipulatoren, ohne die Hochvakuumumgebung zu verlassen, in den Schleusenbereich transportiert werden und dort über Öffnungen vom in-situ Messsystem hinsichtlich der Veränderung von Absorptions- und Emissionskoeffizient untersucht werden.

Ihre Masterarbeit beinhaltet die Entwicklung eines umsetzungsreifen Konzeptes zur in-situ Messung des Absorptions- und Emissionskoeffizienten der im Schleusenbereich der CIF befindlichen, bereits bestrahlten, Proben. Dazu entwerfen Sie eine Kopplung des vorhandenen FTIR-Spektrometers (Vertex 80v) über einen geeigneten gasdichten Rezipienten mit dem Schleusenbereich der CIF. Der Rezipient enthält die zur Erfassung der Messgrößen erforderlichen Ulbrichtkugeln und verschiedene Manipulatoren zur Positionierung derselben gegenüber dem Messobjekt. Ebenso sind verschiedene Reflexionsstandards zur Kalibration des Spektrometers bzw. der Kugeln enthalten.

Ergebnis Ihrer Arbeit soll eine Liste von Kaufteilen und ggf. anzufertigenden Komponenten sein, die das entwickelte Konzept unmittelbar nach Abschluss der Arbeit realisierbar macht.



Weitere Informationen

Unternehmen
Helmholtz Gemeinschaft
Bereich/Abteilung
DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Abschlussart
Masterarbeit
Ansprechpartner/in
Fachliche/r Ansprechpartnerin
Dr. Bernd Biering
Tel.: +49 421 24420-1101

Bewerbung online über:
http://www.dlr.de/dlr/jobs/desktopdefault.aspx/tabid-10596/1003_read-20955/
Branche
Luft und Raumfahrt
Anforderungen
Kenntnisse in Optik
Spektroskopie
Beherrschung eines CAD Programms (KATIA, INVENTOR o.ä.)
Idealerweise gute Englischkenntnisse
Zusatzinformationen
Freuen Sie sich auf einen Arbeitgeber, der Ihr Engagement zu schätzen weiß und Ihre Entwicklung durch vielfältige Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten fördert. Unser einzigartiges Arbeitsumfeld bietet Ihnen Gestaltungsfreiräume und eine unvergleichbare Infrastruktur, in der Sie Ihre Mission verwirklichen können. Wir bemühen uns, den Anteil an Mitarbeiterinnen zu erhöhen und freuen uns daher besonders über Bewerbungen von Frauen. Schwerbehinderte Bewerberinnen bevorzugen wir bei fachlicher Eignung.
Sonstiges
Beginn 1. April 2017, Dauer 6 Monate
Leistungen
Finanzielle Unterstützung

› Beschäftigungsgrad Teilzeit, Vergütung bis Entgeltgruppe 05 TVöD

Sonstiges

› Beginn 1. April 2017, Dauer 6 Monate




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