Aufräumen, Organisation, Studium



  • Hey,

    ich frage mich langsam, ob ich irgendwas falsch mache. Meine kleine Wohnung ist immer wieder so schnell unordentlich, dass ich gar nicht weiß, wie es jedes Mal dazu kommt. Finde es irgendwie echt schwierig, neben dem Studium und dem Arbeiten nicht im absoluten Chaos zu versinken. Habt ihr da Tipps? Wie machen die es unter euch die in einer WG leben?



  • Vielleicht besitzt Du einfach zu viele Dinge? Je nahc dem wie klein deine Wohnung ist kann auch schon wenig Kram zu viel sein! Kennst du die Konmari-Methode von Marie Kondo schon? Das suchten ja momentan ganz viele auf Netflix. Ich versuche so wenig wie möglich zu besitzen, also z.B. auch keinen Deko-Kram etc., da geht das Aufräuemn schon leichter.



  • Fehlt dir vielleicht einfach die Motivation zum aufräumen busybine? Indem Du aufräumen habitualisierst, kann dir das ganze leichter fallen. Das heißt, du räumst immer zu einer bestimmten Zeit auf. Zum Beispiel jeden Tag 15 Minuten nachdem du heimkommst oder vor dem schlafen gehen. Es gibt auch die 1-Minute Regel. D.h. Du erledigst alles sofort, was weniger als eine Minute in Anspruch nimmt.

    Ein weiterer Punkt ist deine Organisation. Hast Du in deiner Wohnung genügend (geschlossenen) Stauraum? Und sind deine Sachen sinnvoll unterteilt? Wenn du zu wenig Stauraum hast und der noch dazu überfüllt und unorganisiert ist, ist es klar, dass es schnell unordentlich wird. Demnach gebe ich auch connie etwas recht: zu viele Dinge machen dein Zuhause schnell unordentlicher.

    Aufräumen mit Marie Kondo fand ich allerdings ehrlich gesagt so lala. Nicht mal ihre Falttechnik ist wirklich neu. Und das "Danke sagen" zu Dingen, die keinen Joy sparken, ist auch eher für Leute mit schlechtem Gewissen. Das hab ich nicht wegen unnötigen Sachen.



  • Hey,

    danke schon mal für eure Antworten! Hab' mal in die Tidy up mit Marie Kondo Folge reingeguckt, aber konnte jetzt auch nicht so wirklich was damit anfangen. Den Tipp mit weniger besitzen find' ich aber generell gut! Habe schon einiges ausgemistet, ohne danke zu jedem Gegenstand (oder auch nur einem...) zu sagen.

    Hab' mir aber auch noch etwas anderes überlegt, und zwar fange ich heute pünktlich zur Fastenzeit mit dem Fasten an. Bin zwar nicht religiös, aber man kann ja in Bezug auf alles fasten. Eine Freundin versucht mit Plastikmüll zu fasten und eine andere macht Wasser fasten.

    Ich hab' mich für zwei Dinge entschieden, auf die ich verzichten will für die Fastenzeit:

    • Mein Handy
    • Neue Sachen kaufen

    Glaube auf die Weise kann ich etwas mehr Achtsamkeit üben und dann auch besser mich um meine Wohnung kümmern. Komme nämlich oft nach Hause und guck in mein Handy und mach anderes eher nebenher... und dann auch nicht richtig.

    Verzichtet noch jemand von euch auf etwas?



  • Hey wie läuft's mit dem Handy und Kauf-Fasten? Was mir echt geholfen hat, aufgeräumter zu sein, ist mein Ordnungssystem zu verbessern. Bedeutet, ähnlich wie in einem Lokal bzw. Restaurant (ich hab' viel gekellnert neben meinem Studium), jeden Handgriff zu optimieren und "leere" Laufwege zu vermeiden. Ein leerer Laufweg ist, wenn du als Kellner unnötig läufst ohne etwas zu machen, wie zum Beispiel Gläser und Teller abzuräumen, Gäste fragen ob es ihnen geschmeckt hat usw. Für meine Wohnung bedeutet das, dass ich eigentlich nie von einem Zimmer ins nächste laufe ohne etwas in der Hand zu haben, was ich wegräumen muss. Funktioniert bei mir echt gut und mache das schon ziemlich unterbewusst.

    Aktiv kannst du dir überlegen, wo es am meisten Chaos gibt und woran das liegt. Wenn deine Klamotten immer das Problem sind, ist dein Kleiderschrank vielleicht nicht optimal organisiert um deine Kleidung leichter wegzuräumen. Wenn Dein Geschirr sich immer anhäuft, liegt das vielleicht daran dass du umständlich abwaschen musst? Ich hatte zum Beispiel mal ne Wohnung mit einem solchen Mini-Waschbecken und kaum Platz nebendran, dass ich immer das Geschirr rumstehen hab lassen bis es echt schlimm war und es noch mehr Überwindung gekostet hat, alles abzuwaschen. Hab zwar jetzt einen Geschirrspüler, aber ich hab dann damals einfach meine großen Teller weg und immer aus kleinen Schüsseln gegessen. Kaum Aufwand, aber allein das Gefühl, dass die Aufgabe nicht so "eklig" ist (große Teller, kleines Spülbecken, Wasser läuft überall hin außer wohin es soll, alles spritzt), hat es einfacher gemacht. Du musst also im Prinzip überall wo es dir schwierig fällt die "fricition" reduzieren. Ist zum Beispiel 'ne Schublade von dir krass überfüllt, ist es kein Wunder, dass du die Schublade kaum benutzt.

    Hoffe ich konnte bisschen helfen!



  • Hey Worakl,

    danke der Nachfrage! Es läuft eigentlich ganz gut. Der Anfang war echt schwierig, weil ich mein Handy für so viel verschiedene Dinge benutze und ich wirklich komplett darauf verzichten wollte. Schnell mal nachgucken wie die Bahn fährt war dann nicht mehr. Musste auch wieder meine Armbanduhr anziehen :D

    Am schlimmsten war die erste Woche. Ich hatte mein Handy immer in meiner Tasche auf laut, im Fall dass jemand anruft und die Versuchung war wirklich sehr groß. Das war auch die einzige Ausnahme, die ich mir selbst gegeben habe bzw. geben musste, da ich zumindest erreichbar bleiben muss. Durch das fasten hab ich echt erst realisiert, wie oft ich tatsächlich auf mein Handy gucke. Ich glaube über den Tag verteilt kommt das dann besitmmt auf 2 bis 3 Stunden.



  • Ich wohne in einer WG und bin absolut zufrieden mit unserer Ordnung. Vor drei Jahren in meiner alten WG war das ganz anders. Das WG-Leben steht und fällt einfach mit deinen Mitbewohnern. In der anderen WG war es so unordentlich und teilweise auch wirklich dreckig, dass ich einfach gar keine Lust mehr hatte, ausgezogen bin und wieder allein gelebt habe. Mittlerweile lebe ich seit einem halben Jahr mit meiner neuen WG und es ist echt so anders. In der alten WG hat einfach gar nichts geholfen. Gespräche nicht, ein Putzplan nicht, einfach machen nicht. In meiner jetzigen WG dagegen haben wir nicht mal einen Putzplan. Meistens macht jeder sein eigenes Geschirr und wenn er es mal liegen lässt, macht es der andere. Daraufhin hat derjenige der das Geschirr stehen lässt ein schlechtes Gewissen bzw. fühlt sich einfach in der Pflicht was anderes zu putzen. Ist echt wirklich entspannt und es gibt keinen Stress. Wenn jemand mal nicht zufrieden ist, wird es freundlich kommuniziert und wir loben uns gegenseitig wenn einer sich gebessert hat oder etwas neues in die Wohnung gebracht hat, das für mehr Ordnung sorgt. Wir sind alle ursprünglich eher unordentliche Leute gewesen und sind da irgendwie alle auf der gleichen Seite, dass wir ordentlich sein wollen aber auch Verständnis füreinander haben, wenn einer mal was stehen lässt.


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