Nach dem Studium zurück in den Ausbildungsberuf



  • Hallo,

    ich weiß gar nicht so recht, ob ich hier im richtigen Unterforum bin.

    Folgende Frage: Hat jemand von euch schonmal nach dem Studium wieder in seinem alten Job gearbeitet, wenn er/sie vorher ne Ausbildung gemacht hatte?

    Bei mir ist das so: Nach der Schule wurde ich Krankenschwester, nicht als Notlösung, sondern weil der Job mir Spaß machte. Ich hatte aber eine Leidenschaft, schon immer: Die englische Sprache. Nach zwei Jahren Im Beruf habe ich dann Anglistik studiert, wieder aus Überzeugung. Vor allem aus Spaß am Fach. Weil ich das so geliebt habe, habe ich sogar den Master gemacht. Sehr gut abgeschlossen.

    Jetzt bin ich fertig und weiß nicht, was ich tun soll. Ich hab aus Überzeugung studiert, hatte aber keinen Beruf vor Augen. Ich hatte ein Gespräch für ein Trainee in einer Agentur, njoa, nicht gut bezahlt, nicht mein Traumjob. Ich denke auch über eine Promotion nach, weil ich das Fach eben so liebe, aber ich bin nun aucch nicht mehr so jung.

    EIGENTLICH will ich gerne wieder im Krankenhaus arbeiten. Der Job war immer toll, und ich habe wirklich aus purem Interesse studiert. Ich würde gerne sagen, dass ich meinen Job längst habe, und die Jahre des Studium einfach für mich gemacht habe. Aber alle reden mir das schlecht. Wofür ich dann studiert habe, was das mit der Anglistik sollte, dass ich doch jetzt viel mehr verdienen müsse (achja? Meine Freundinnen verdienen teils 200o Euro brutto). Offenbar wird das als Abstieg gesehen. Aber ich wollte ja gar nicht raus aus dem Job, ich wollte nur so gerne den Traum vom Englischstudium leben.

    Wie seht ihr das? Hat das vielleicht auch jemand gemacht?



  • Irgendwie sehe ich das Problem nicht so richtig. Du könntest in einem Job arbeiten, auf den Du Lust hast, und konntest auch noch etwas studieren, das dir Spaß gemacht hat. Warum denn nicht? Weil die anderen das sagen?

    Ich finde das ehrlich sogar ziemlich gut. Das ist doch irgendwie ein tolles Modell, gerade für die Geisteswissenschaften, wo es mit dem Berufseinstieg oft mau aussieht und die Jobs nie so werden, wie man sich das erträumt hat: Man macht ne Ausbildung, studiert dann, so lange man jung ist, etwas Tolles, und geht wieder zurück. Ein Studium soll ja auch den Horizont erweitern, nicht nur auf die Karriere vorbereiten.

    Natürlich verliert man in der Zeit Geld (in den Jahren wären sicher Gehaltserhöhungen drin gewesen) und Zeit für den nächsten Karriereschritt, aber wenn es einem das wert ist .... wieso denn nicht?


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