Auswertung von Recherchematerial



  • Hallo zusammen,
    ich hoffe ich bin hier richtig - habe noch nie in einem Forum was geschrieben.
    Mein Problem ist, dass ich mich von den ganzen Informationen überflutet fühle. Ich bin eher so der Typ "Bastler" - sprich, sobald ich etas lese, was ich noch nicht ganz verstehe, muss ich noch mehr lesen. Dann verfalle ich von Einzelaspekt zu Einzelaspekt. Und ja, ich versuche immer wieder den Fokus auf meine Forschungsfrage zu halten. Gelingt nur sehr schwer. Doch wenn ich dann das ganze Material da habe, habe ich den Überblick verloren und weiß nicht mehr wie ich das in meine Gliederung zuordnen soll. Ich bin dann völlig blockiert und bekomme gar nichts mehr hin. Weiß wirklich nicht mehr weiter. Könnt ihr mir ein paar Tipps geben, wie ich mein Datenmaterial (nicht selbst erhoben) effektiv verarbeiten kann (Citavi u.ä. Literaturverwaltungsprogramme sind nichts für mich)?
    Ich danke euch!



  • Uh, habe gesehen, dass dein Post schon etwas länger her ist, aber hoffe du kannst dennoch was mit meiner Antwort anfangen. Bei mir war das am Anfang des Studiums auch so. Ich habe immer mehr und mehr gelesen und mich in Einzelaspekte verhaspelt. Was zum Beispiel hilft, ist wenn du dir Zeiten setzt und einen "Fahrplan" erstellst. Also nutze zum Beispiel am Anfang drei Tage um nur zu lesen (und zu markieren). Dann kommen dir eventuell schon Ideen für den genauen Aufbau deiner Arbeit. Versuche dich nicht nur auf die Forschungsfrage zu konzentrieren, sondern darauf wie du sie beantworten willst. Was ist wenn du einfach mehr markierst und dir Lesezeichen (Post-its) in deine Unterlagen klebst. Vielleicht mit Farbsortierung? Also z.B. grün für Definitionen, gelb für interessantes, rot für besonders wichtige Aspekte, blau für Methoden? Das hat mir ganz gut geholfen!



  • @cleo Ich mach das komplett anders und bin der Meinung, dass wenn es um Schnelligkeit geht, meine Methode echt viel bringt. Wenn ich eine Hausarbeit schnell schreiben muss, überlege ich mir schon vorher ganz genau, was ich eigentlich sagen will. Dann gucke ich auf Wikipedia welche Konzepte es dazu gibt und gucke anschließend, wenn es nicht schon in dem Wikipedia Artikel steht, wer die grundlegende Theorie erfunden hat. Dann suche ich zu meinem Thema 'ne Literature review auf google Scholar, guck was da so wichtig ist, schreibe das mehr oder weniger für meinen eigenen Forschungsstand ab (natürlich umformuliert und bisschen was raus und rein). Anschließend lese ich die wichtigen grundlegenden Theorien, schreibe während dem Lesen schon an der Arbeit (besser mal etwas zu viel geschrieben, als später nochmal nach dem Beleg suchen), und formuliere danach meine eigenen Gedanken dazu. Für den Schluss schau ich mir nochmal zwei drei aktuelle Artikel aus Fachzeitschriften an und sag, was man noch so machen kann.

    Bei empirischen Arbeiten geh ich für den Theorie Teil genau so vor. Ansonsten bin ich empirisch halt fit, das spart einem echt viel Zeit.


Anmelden zum Antworten
 

Es scheint als hättest du die Verbindung zu Thesius Forum verloren, bitte warte während wir versuchen sie wieder aufzubauen.