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Zitieren in den Sozialwissenschaften: APA

Nicht nur in der Psychologie, sondern auch in den Sozialwissenschaften wird mit APA zitiert. Wenn Du also keine anderen Vorgaben erhalten hast, kann der APA-Stil genau richtig sein. Gehe aber sicher, dass Du keine Anweisung übersehen hast, denn in der Sozialwissenschaft können auch diverse andere Stile genutzt werden. Wenn Du Dich für den Zitierstil APA entschieden hast, bist Du hier genau richtig. Eine Übersicht anderer Möglichkeiten findest Du hier.

APA mit Kurzbeleg im Text

Es ist ganz einfach: Kurzbelege werden in Klammern hinter das Zitat in den Text Deiner Arbeit eingefügt. Damit zeigst Du, dass es sich um ein Zitat handelt. Ein Kurzbeleg gibt nur die wichtigsten Informationen an. So kann Dein Leser das zitierte Werk schnell im Literaturverzeichnis finden. Hierzu gehören die Autoren, das Jahr und die Seite, die Du zitierst.

(Nachname & Nachname, Jahr, S.XX)

Damit unsere Schemata nicht zu Missverständnissen führen, haben wir immer auch ein konkretes Beispiel:

(Petersen, 1989, S.55).

Wenn Dein Autor besonders fleißig war und mehrere relevante Werke in einem Jahr herausgegeben hat, kannst Du diese unterscheiden, indem Du hinter das Datum Kleinbuchstaben einfügst. So sieht das dann aus:

(Petersen, 1989a) und (Petersen, 1989b)

 

APA im Literaturverzeichnis

Die Monographie

Hier nochmal eine kleine Erinnerung. Eine Monographie ist ein einfaches Buch, in dem der Autor für alle Kapitel verantwortlich ist. Natürlich kann es auch ein Autorenkollektiv geben. Es wurden also nicht verschiedene Artikel unterschiedlicher Autoren zu einem Thema zusammengetragen. Dies wäre ein Sammelband, aber den besprechen wir erst gleich. Zunächst die Monographie:

Nachname, V. (Jahr). Titel: Untertitel (Auflage). Verlagsort: Verlag.

Das angekündigte Beispiel folgt:

Petersen, T. (1989). Optimale Anreizsysteme: betriebswirtschaftliche Implikationen der Prinzipal-Agenten-Theorie. Wiesbaden: Gabler.

Du fragst Dich, wie Du mehrere Autoren nennen kannst? Zwei bis drei Autoren kannst Du durch ein „&“ trennen. Sind es aber mehr als drei, reicht bei den ersten ein einfaches Komma zur Trennung. Manchmal kann es sogar sein, dass ein Werk von über sieben Autoren verfasst wurde. In diesem Fall zählst Du die ersten sechs Autoren auf, fügst ein „…“ ein und schließt die Aufzählung mit dem letzten Autor ab.

 

Sammelbände

Ja, das sieht ziemlich lang aus. Keine Sorge, das ist nicht der Normalfall! Wir bringen hier ganz viele Möglichkeiten in das Schema ein, damit Du bei jedem Werk genau weist, wie Du es belegen kannst. Wenn Dein Sammelband z.B. nicht zu einer Reihe gehört, kannst Du die Angabe einfach überspringen.

Nachname, V. (Jahr +Nummerierung). Beitragstitel: Untertitel. In V. Nachname Herausgeber, V. Herausgeber & V. Herausgeber (Hrsg.), Titel des Sammelbandes: Untertitel (Reihe; Bd. Band)(S. Seitenzahlen). Verlagsort: Verlag. doi:(digital object identifier number)

Hier ist ein Beispiel besonders wichtig:

Neuberger, C. (2017). Soziale Medien und Journalismus. In J. Schmidt & M. Taddicken (Hrsg.), Handbuch Soziale Medien (S.101-128). Wiesbaden: Springer VS.

 

Fachzeitschriften

Du verwendest viele Fachzeitschriften, um die aktuelle Forschung zu beobachten? Dann zeigen wir Dir hier, wie Du diese auch korrekt zitierst:

Nachname, V. (Jahr). Titel: Untertitel. Name der Zeitschrift, Band(Heftnummer), Seitenzahlen.

Achte darauf, dass Du den Namen der Zeitschrift in einem kursiven Schriftschnitt setzt:

Vorderer, P. (2015). Der mediatisierte Lebenswandel. Publizistik, 60(3), 259-276.

 

Forschungsberichte

Wenn Du Zugang zu aktuellen Forschungsberichten hast, solltest Du diese dringend einbinden. Wenn Du sie in Deiner Arbeit anführst, kannst Du ganz einfach diesem Schema folgen:

Nachname, V. (Jahr). Titel (Working Papers Titel der Reihe, Nummer). Ort: Forschungseinrichtung.

Du möchtest ein Beispiel? Kein Problem:

Boxell, L., Gentzkow, M., & Shapiro, J. M. (2017). Is the Internet Causing Political Polarization? Evidence from Demographics (Working Papers). Cambridge: National Bureau of Economic Research.

 

Internetquellen

Auch Internetquellen dürfen in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert werden. Die Qualität der Quellen musst Du aber selbst prüfen. Einen großen Unterschied zum Zitieren von Printquellen gibt es aber nicht:

Nachname V. oder Herausgeber oder Institution (Jahr). Titel: Untertitel. Bei Bedarf Herausgebende Institution. Verfügbar unter: URL [Datum Deines Zugriffs].

Die URL und das Datum, an dem Du die Internetseite abgerufen hast, sind besonders wichtig.

Gleiser, A. (2017). Forschungsprojekt Mikroplastik: Studie. Süddeutsche Zeitung. Verfügbar unter: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/studie-forschungsprojekt-mikroplastik-1.3560246 [03.08.2017].

Besonders schwierig ist das eigentlich nicht, oder? Wenn Du noch mehr übers Zitieren erfahren möchtest, dann klick doch hier. In unserem Blog haben wir außerdem viele Artikel zum wissenschaftlichen Arbeiten.

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