Checkliste Zitieren
Projekt "Richtig zitieren", Thesis, Thesis Knowhow

Zitieren: So geht es richtig

Zitieren ist easy! Besonders mit unserer Hilfe.

Korrektes Zitieren ist in Hausarbeiten sowie Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und Doktorarbeiten essentiell. Literaturangaben ermöglichen es, die Werke zu finden, die Du in Deiner Arbeit verwendet hast. Nur so werden die wissenschaftlichen Ansprüche erfüllt, denn Belege machen Deine Arbeit nachvollziehbar und überprüfbar. Außerdem kennzeichnest Du so fremdes Gedankengut und schmückst Dich nicht mit fremden Federn.
 

Belegen, verweisen und zitieren

Du fragst Dich, was der Unterschied ist? „Belegen“ nennt man das Angeben von Werken, die Forschungsergebnisse, Argumente oder Quelleninformationen enthalten, die die eigene Argumentation unterstützen. Ein Beispiel: (vgl. S. Kruse: Angst, S. 103-106). Hier wird auf ein Werk verwiesen, das auf den Seiten 103 bis 106 eine ähnliche Definition von (beispielsweise von Angst) enthält.
 
Verweise wiederum deuten auf Werke mit ähnlicher Thematik oder Fragestellung hin, die mitunter einzelne Aspekte tiefergehend beleuchten. Z.B.: (Dazu ausführlich Kruse: Angst, S. 106). Hier kann der Leser sich ausführlicher zu einem Sachverhalt informieren.
 
Zitate sehen hingegen so aus: „Zitieren bezeichnet das sinngemäße oder wörtliche Anführen fremder Behauptungen, Ideen oder Forschungsergebnisse.“ (Kruse: Angst, S. 103) Hier verweist der Kurzbeleg also direkt auf eine Stelle aus dem Text übernommene Stelle. Unterschieden werden direkte wörtliche Zitate und indirekte Zitate (Paraphrasen).
 

Direktes Zitieren

Ein direktes Zitat darf keine Abweichungen vom Originaltext enthalten und wird durch Anführungszeichen markiert. Z.B.: Max Müller sagt hierzu: „Diese Aussage ist noch zu belegen.“
 
Auch Teilsätze können zitiert werden. Die formellen Abweichungen bezüglich Groß- und Kleinschreibung, Interpunktion, Auslassungen etc. müssen durch eckige Klammern hervorgehoben werden. Auslassungen werden durch drei Punkte in den eckigen Klammern gekennzeichnet. Eigene Ergänzungen stehen ebenfalls in eckigen Klammern. Zum Beispiel: Max Müller schreibt, dass ���[d]iese Aussage […] noch zu belegen“ sei. Befindet sich ein Zitat im zitierten Text, wird es in einfache Anführungszeichen gesetzt.
 
Überschreitet das direkte Zitat drei Zeilen, wird es in wissenschaftlichen Arbeiten durch Einrücken, Verkleinerung und einen engeren Zeilenabstand hervorgehoben. Die alte Rechtschreibung wird bei direkten Zitaten nicht angepasst.
 

Wann wird „[sic!]“ verwendet?

Durch die Hinzufügung von „[sic!]“ hinter einem Wort wird zum einen darauf hingewiesen, dass die zitierte Stelle einen Fehler enthält, der übernommen wurde, beispielsweise bei einem Tippfehler. Also: Müller sagt hierzu: „Die Lektüere [sic!] war sehr angenehm.“ Zum anderen kann der Ausdruck auch darauf hinweisen, dass der zitierte Text eine Besonderheit enthält, die der Autor herausheben möchte (z.B. einen gravierenden inhaltlichen Widerspruch oder offensichtlich falsche Informationen).
 

Indirektes Zitieren

Beim indirekten Zitieren gibst Du den Gedankengang eines anderen Verfassers wieder. Auch hier ist es unbedingt notwendig, dass auf das paraphrasierte Werk hingewiesen und die Paraphrase so als geistiges Eigentum eines anderen Autors markiert wird. Dies geschieht durch den Zusatz „vgl.“ vor der Literaturangabe.
 

Fußnoten und Kurzbeleg

Viele unterscheiden hier zwischen „deutscher“ und ���amerikanischer“ Zitierweise. Die deutsche Zitierweise ist die, die mit Markierung durch Fußnoten arbeitet. Das Zitat, der Beleg oder der Verweis wird dabei im Text mit einer hochgestellten arabischen Zahl kenntlich gemacht. Diese verweist dann auf einen dazugehörigen Fußnotentext am unteren Rand der Seite. Teilweise kann sie auch als Endnote zu einer Liste am Ende der Arbeit verweisen.
 
Die „amerikanische“ Zitierweise markiert durch Nachstellung im Text. Hier stehen die Kurzangaben zum zitierten Werk direkt hinter den Zitaten in Klammern. Meist werden hier die Nachnamen der Autoren, das Jahr und die Seitenzahl genannt.
 

Die wichtigsten Prinzipien: Einheitlichkeit und Nachvollziehbarkeit

Du solltest immer den Prinzipien der Einheitlichkeit und Nachvollziehbarkeit folgen. Aber was heißt das? Das Prinzip der Einheitlichkeit erfordert, dass alle Quellen nach einem gemeinsamen Muster zu erstellen sind. Bei jedem Werk sollen also die gleichen Angaben in der gleichen Reihenfolge stehen. Nach dem Prinzip der Nachvollziehbarkeit sollen immer genügend Informationen zur Auffindung des entsprechenden Werkes angegeben sein. Damit beides gewährleistet ist, kannst Du einen von vielen Zitationsstilen wählen.
 

Was ist ein Zitationsstil?

Als Zitationsstil bezeichnet man eine bestimmte Form der Literaturangabe, die sich in einem Fach, einem Publikationsorgan (wissenschaftliche Reihe; wissenschaftliche Zeitschrift) oder auch nur an einem Lehrstuhl etabliert hat. Um herauszufinden, welchen Stil Du verwenden kannst und wie genau die Literaturangeben aussehen, haben wir Dir hier einen Überblick zusammengestellt. An vielen Beispielen zeigen wir Dir nachvollziehbar, wie Dein Literaturverzeichnis aussehen kann. Für den Fall, dass Du das Zusammenstellen Deiner Bibliographie lieber einer Software übergeben willst, haben wir Dir hier drei solcher Programme vorgestellt.
 
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