Du nimmst Dir vor, Weihnachten ein paar schöne Tage daheim zu verbringen, doch es wird immer alles ganz anders. So gibt's dieses Jahr Harmonie pur!
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Stirb langsam – Harmonische Weihnachten mit Deinen Eltern

Weihnachten. Es ist jedes Jahr dasselbe. Du nimmst Dir vor, ein paar schöne Tage daheim zu verbringen, leckeres Essen zu genießen, mit dem Bruder Playstation zu zocken und mal wieder mit dem Hund Gassi zu gehen. Doch wie in den letzten Jahren wird es doch ganz anders. Kein Wunder: Es prallen zwei Lebenswelten aufeinander. Das Studentenleben mit allen Freiheiten vs. Home-Sweet-Home mit „Deine Füße stehen noch immer unter unserem Tisch, also…“. Deine Unabhängigkeit scheint wie weggefegt. Plötzlich bist Du wieder das Kind, das über alles Rechenschaft ablegen muss. Je länger Du bleibst, desto mehr schleicht sich der Schulzeitmodus wieder ein. Und plötzlich macht Mutter zwar wieder Deine Wäsche, achtet aber auch penibel drauf, wann Du daheim bist, dass Du Dir vor dem Essen die Hände wäschst und wann Du ins Bett gehst.

Je länger Du alleine wohnst, desto seltener werden die Besuche daheim, die Beziehung zur Familie distanzierter, die gemeinsam verbrachte Zeit weniger. Überhaupt bist Du mehr von den Geschehnissen Zuhause abgelenkt als früher. Mit zunehmendem Alter begegnest Du Deinen Eltern auf einer neuen und anderen Ebene – es ist sehr schade, dass neue Schnittmengen und Gemeinsamkeit oft nicht entdeckt werden.  Streit, Diskussionen und Unstimmigkeiten, die während der vergangenen Jahre über die Feiertage aufgekommen sind, bleiben Dir als negative Erinnerungen zurück. Mit der dadurch entstandenen Voreinstellung werden die folgenden Jahre für Dich und alle anderen immer stressiger – und Deine Besuche immer seltener. Zeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen!

 

So wird Weihnachten Zuhause dieses Jahr Harmonie pur:

 

1) Das Leben der Anderen

Sei Dir im Klaren, dass Zuhause jetzt eine andere Atmosphäre herrscht als die, die Du noch von früher kennst. Und denke auch daran, dass es nicht nur für Dich, sondern auch für Deine Eltern eine große Umstellung ist.

 

2) Was tun wenn’s brennt?

Verbringe Zeit mit Deinen Freunden von früher. Tausche Dich aus, wie sie mit der Situation umgehen. In den Ferien eine kurzweilige Pause von daheim zu machen, und sei es nur für ein paar Stunden, kann die Situation für alle entspannter machen.

 

3) Die Wutprobe

Relax! Auch wenn Dich Deine Eltern manchmal auf die Palme bringen, wenn Du ihnen zum fünften Mal erklären musst, was der Sinn hinter Deinem Abschlussarbeitsthema „Die Entwicklung einer Methode zur Auswertung von Messdaten viskoelastischer Schläuche“ ist. Versuche, es ihnen recht zu machen, sei hilfsbereit und erkläre Dinge wieder und wieder.

(Du hast noch gar kein Thema? Bei Thesius findest Du eins (funktioniert auch mobil und unterm Wohnzimmertisch)).

 

4) Ziemlich beste Freunde

Versuche zu begreifen, wie sich Deine Eltern und jüngeren Geschwister in manchen Situationen fühlen und sei bereit, Kompromisse einzugehen. Dein Vater regt sich über das dreckige Geschirr vom letzten Abendbrot auf? Ist es dann wirklich so schlimm, es für ein paar Tage so zu machen, wie er es gerne hätte?

 

5) Der Babynator

Lass Dich nicht in die Rolle des Kindes zurückfallen. Auch, wenn sich Deine Eltern damit vielleicht zunächst wohler fühlen, für eine erwachsene Beziehung zueinander ist es nicht gerade förderlich. Zeige Deinen Eltern lieber, dass Du zumindest daheim vernünftig denken und handeln kannst.

 

6) Tatsächlich Liebe

Vermeide zu kontroverse Diskussionen über Dinge, von denen Du weißt, dass sie eh nicht zu ändern sind. Das führt nur zu Streit.

 

7) E-Mail für Dich

Wenn Du mit Deinen Eltern telefonierst oder SMS schreibst versteht ihr euch prächtig, im Reallife aber ist von dieser Harmonie nichts mehr zu spüren? Je seltener Du daheim bist, desto größer werden die Diskrepanzen zwischen den Telefonaten und den Face-to-face Gesprächen. Eine Telefonbeziehung birgt nämlich bei weitem nicht so viel Konfliktpotenzial. Die wirklichen Veränderungen werden erst bei Begegnungen offensichtlich.

 

Veränderungen sind im Alter zwischen 15 und 30 erheblich extremer, als sie es bei 30 bis 50- Jährigen Menschen sind. Heißt: Während Du Dich für Deine Eltern wahnsinnig verändert hast, sind sie verhältnismäßig gleich geblieben, vertreten die für Dich vielleicht „Alten Werte“ und wirken manchmal etwas oldschool. Versuche, sie zu verstehen – schließlich bringt man einem alten Hund auch keine Tricks mehr bei. Nimm es Deinen Eltern also nicht übel, wenn sie Dir ungebetene Ratschläge geben, Dinge so tun „wie es schon immer getan wurde!“  und auf ihre Meinung als die einzig richtige pochen. Sie meinen es meist nur gut. Auch wenn sie Dich aufregen – denke dann einfach kurz an die Zeit nach den Ferien, in denen Du wieder Dein eigener Herr in der wunderbare Welt der Partys, des billigen Wodkas, dreckiger Wäsche und Fastfood bist – dann schmeckt das Essen daheim gleich zehnmal so gut.

Mit der Beherzigung dieser Tipps wird das #Heimkommen dieses Jahr bestimmt wirklich schön.

Wir wünschen fröhliche Weihnachten- Jetzt erst recht! Und eine schöne Bescherung.

 

…Falls es Dir noch nicht aufgefallen ist: In der Aufzählung sind ein paar Filmtitel versteckt – schau‘ doch über die Feiertage mit Deinen Eltern ein paar davon. Einige mehr haben wir Dir bei den zehn besten Weihnachtsfilmen zusammengestellt.

 

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