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Schmerz lass nach – Wie Du mit Bewegung für Leichtigkeit sorgst

Heute bereichert uns Tina Dammel, unsere Gastautorin für Gesundheit, mit einem spannenden Beitrag: Als Physiotherapeutin und Betreiberin des Gesundheitszentrums MediFit kennt sie sich mit körperlichen Schmerzen aller Art und ihrer Behandlung sehr gut aus. Da besonders Studenten durch langes Sitzen oft von Nacken- und Rückenproblemen betroffen sind, spricht sie darüber, wie man schmerzende Muskeln wieder in den Griff bekommt.

 

Name: Tina Dammel

Beruf(ung): Physiotherapeutin, Bloggerin, Handballtrainerin und Unternehmerin

Unternehmen: Gesundheitszentrum MediFit

Branche: Gesundheitswesen

Standort: Rüsselsheim am Main

 

Schmerzen quälen, ziehen, stechen, zermürben, klopfen oder bohren. Es gibt viele Worte, sie zu beschreiben, denn jeder erlebt sie anders. Als Physiotherapeutin komme ich mit den verschiedensten Menschen und den unterschiedlichsten Fragen in Kontakt. Oft fällt es meinen Patienten sehr schwer, ihren Schmerz genau zu beschreiben. Aber egal wie er sich letztlich ausdrückt, er erfüllt eine wichtige Aufgabe: Nämlich zu signalisieren „Vorsicht, hier ist etwas nicht in Ordnung! Kümmere Dich um mich!“

 

Nimm die Schmerzen ernst

Du musst lernen, die ersten Warnsignale Deines Körpers wahr- und vor allem ernst zu nehmen. Ein übergangener Schmerz betreibt Raubbau und sorgt für die Zerstörung der betroffenen Struktur. So wird nicht selten aus einem Rückenschmerz über die Jahre ein Bandscheibenvorfall. Durch Schmerzen nimmst Du automatisch eine Schonhaltung ein. Dabei verspannt sich Deine Muskulatur und die Schmerzen werden stärker.

Die Angst, sich zu bewegen steigt und dadurch wirst Du nach und nach inaktiver. Mit verminderter Aktivität schwindet schließlich auch Deine Lebensqualität. Du fängst an, Dir genau zu überlegen, ob Du mit Deinen Freunden feiern gehst oder wann Du Deine Einkäufe erledigst. Es ist klar, dass sich der andauernde Schmerz irgendwann auch merklich auf Deine Laune auswirkt.

 

So kannst Du dem Schmerz vorbeugen

Zahlreiche Studien belegen, wie wichtig Bewegung ist. So hat man zum Beispiel festgestellt, dass 64% der „Sitztäter“ unter Rückenschmerzen leiden. Die übrigen schmerzfreien 36% haben eines gemeinsam: Sie treiben Sport. Da man auch als Student viel und lange am Schreibtisch oder im Vorlesungssaal sitzt, solltest auch Du regelmäßig Sport treiben. Dabei geht es nicht darum, große Rekorde aufzustellen. Schon eine leichte und gelenkschonende Bewegung reicht völlig aus. Egal ob Rücken-, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Dein Körper wird es Dir auf lange Sicht danken, dass Du ihn bewegst.

 

Mehr Lebensqualität durch gezieltes Muskelaufbautraining

Muskeln sind die Stabilisatoren unseres Körpers. Sind sie gut trainiert, entlasten sie Gelenke und Wirbelsäule. Durch ein gezieltes Muskelaufbautraining kannst Du Deine Muskulatur stärken und vorhandene Probleme lindern. Dabei musst Du keine wahnsinnig schwere Gewichte stemmen – allein die Bewegung machtˈs! Wichtig ist hier, dass die Übungen speziell auf Deine Problematik zugeschnitten sind. Daneben sollten sie korrekt und unter fachmännischer Aufsicht – wie etwa einem Physiotherapeuten – durchgeführt werden. Durch diese Übungen werden Durchblutung, Stoffwechsel und Gelenkernährung angeregt, was auf Dauer zur Schmerzlinderung führt.

 

Spa�� an der Bewegung

Du wirst schnell sehen, dass Bewegung auch wieder Spaß machen kann! Dabei ist es wichtig, dass Du Dein Gesundheitstraining völlig schmerzfrei ausführst. Du kannst Dir und Deinem Körper ruhig etwas zutrauen und wirst schnell sehen, dass Du belastbarer wirst. Der Schmerz rückt bald in den Hintergrund. Plötzlich kannst Du Deinen Alltag wieder genießen und mit Deinen Freunden und Deiner Familie wieder aktiv sein.

 

Balsam für die Seele

Bewegung stärkt aber nicht nur die Muskeln. Durch sie wird auch Dein Blutdruck reguliert und Dein Immunsystem gestärkt. Daneben verschafft Bewegung Dir aber auch dauerhafte Glücksgefühle und beugt gleichzeitig Depressionen vor.

Das Gefühl, dass Du den inneren Schweinehund besiegt und etwas geschafft hast, wird Dich stolz und vor allem glücklich und zufrieden machen! Du wirst sehen, dass nicht nur Dein Körper, sondern auch Dein Oberstübchen von der Bewegung profitiert. Du kannst besser denken, bist selbstbewusster und ausgeglichener. Perfekte Voraussetzungen, um Dein Studium und die Abschlussarbeit richtig anzugehen!

 

Besonders während Du gerade an Deiner Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit sitzt, kann es durch das lange Sitzen am Schreibtisch schnell zu Nacken- oder Rückenproblemen kommen. Um zu verhindern, dass Du solche schmerzhaften Beschwerden überhaupt bekommst, könntest Du es mit dem Allgemeinen Hochschulsport an Deiner Uni versuchen.

 

Also heißt es jetzt nur noch: „Pack es an!“

 

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