Wenn der Staat ruft
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Öffentlicher Dienst als Traumjob für Absolventen

Werden junge Akademiker danach gefragt, in welchem Bereich sie einmal unterkommen wollen, heißt es immer häufiger: „Öffentlicher Dienst!“ Aber warum ist der Staat als Arbeitgeber plötzlich so attraktiv geworden?

 

Vorteil: Jobgarantie!

Der Staatsdienst ist aktuell ein Trendsetter. Der wichtigste Grund hierfür ist sicherlich, dass Job und Rente nach der Verbeamtung sicher sind. Laut einer in der F.A.Z. vorgestellten Studie möchten knapp 42 Prozent aller Studentinnen in Deutschland im öffentlichen Dienst arbeiten. Gerade für weibliche Akademikerinnen ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gleich nach der Sicherheit im Job das wichtigste Kriterium. Bei ihren männlichen Kollegen hingegen belegt der Wunsch nach Arbeit für den Staat mit 23 Prozent immerhin Platz zwei. Die Automobilbranche hat dort mit 30 Prozent die Nase vorne.

 

Öffentlicher Dienst – was bedeutet das eigentlich?

Eine Laufbahn im öffentlichen Dienst ist aus vielen Gründen ein beliebter und interessanter Karriereweg. Öffentlicher Dienst bietet eine umfassende Bandbreite an Tätigkeitsfeldern. Von Jobs in den Bereichen Verwaltung, Wissenschaft, Forschung und Bildung bis hin zur Bundeswehr und den Verbänden ist alles möglich. Ein Beamter genießt zusätzlich einige Vorzüge gegenüber einem Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft. Beispiele?

 

  • Oft kann ein höheres Einkommen als in der freien Wirtschaft erzielt werden.
  • Beamte sind fast unkündbar, auch bei Fehlverhalten. Statt einer Kündigung werden in diesem Fall Gehaltskürzungen und Beförderungsaussetzungen vorgenommen. Allerdings gibt es im öffentlichen Dienst auch viele Tarifangestellte.
  • Der Arbeitnehmer hat eine lebenslange Versorgungsgarantie.
  • Es sind keine Abgaben an Arbeitslosen- und Rentenversicherung notwendig.

 

Dennoch gibt es auch Nachteile: Im Gegensatz zu Arbeitnehmern der freien Wirtschaft haben Beamte beispielsweise kein Streikrecht. Wenn Du noch mehr über das Thema „Öffentlicher Dienst“ erfahren möchtest, schau mal auf der Seite des Öffentlichen Dienstes vorbei!

 

Branchen auf dem absteigenden Ast

Die Attraktivität von Berufsfeldern wie Logistik, Versicherungen und Handel hat für Absolventen deutlich abgenommen. Diese bilden das Schlusslicht der oben erwähnten Studie. Nur 3 Prozent der Befragten sehen eine Zukunft im Logistik- oder Versicherungsbereich, 5 Prozent wollen im Bereich des Handels unterkommen. Auch Banken und das Gesundheitswesen stehen hier mit jeweils 9 und 10 Prozent nicht gut da.

 

Wunsch nach Privatleben und Freizeit

Geht es nach den Studierenden von heute, sind es weniger Faktoren wie Gehalt und Status, die den Traumjob auszeichnen. Immer mehr Absolventen verzichten auf ein hohes Einstiegsgehalt. Auch ein Dienstwagen ist längst kein Muss mehr. Andere Kriterien sind Akademikern deutlich wichtiger: Die bereits angesprochene Jobsicherheit ist ein großes Thema, genau wie die Möglichkeit zum gesunden Arbeitsausgleich. Neben der Arbeit soll also die Freizeit keineswegs zu kurz kommen! Ebenfalls zu nennen sind an dieser Stelle Faktoren wie das Betriebsklima, Aufstiegschancen und Weiterbildung.

 

 

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