Güte der Messung
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Güte der Messung – Anforderungen an die Erhebungsmethode

In diesem Beitrag geht es um die Güte der Messung und die Überprüfung der verwendeten Instrumente.

 

Probleme der Erhebungsmethode

  • Wie kann sichergestellt werden, dass die erhobenen Daten repräsentativ und unverzerrt sind?
  • Wie kann man die Güte der verwendeten Messinstrumente beurteilen?
  • Können die aus der Erhebung hervorgegangenen Schlussfolgerungen verallgemeinert werden?

Daraus leitet sich ein Dilemma ab, denn um beurteilen zu können, ob die Güte der gewählten Messinstrumente gegeben ist, müsste eigentlich der „wahre“ Wert als Grundlage dienen – den gibt es jedoch meist nicht.

 

Güte der Messung

Damit die gewählte Erhebungsmethode sinnvolle Ergebnisse liefert, sollten die Kriterien der Objektivität, der Zuverlässigkeit sowie der Gültigkeit erfüllt werden.

 

Objektivität

Die getätigten Messungen müssen von der sie durchführenden Person unabhängig und unbeeinflusst sein. Sind verschiedene Personen an den Messungen beteiligt, sollten diese stets zum gleichen Messergebnis kommen. Dadurch ist auch die Überprüfbarkeit und somit die Güte der Messung gewährleistet.

 

Zuverlässigkeit (Reliabilität)

Messungen müssen vom Zeitpunkt ihrer Erfassung an unabhängig sein. Zudem sollten bei Messwiederholungen immer die gleichen Ergebnisse erzielt werden, auch zu verschiedenen Zeitpunkten.

Die Überprüfung kann mithilfe eines Zufalls- oder Standardfehlers erfolgen, durch den festgestellt werden kann, wie ausgeprägt die erhobenen Messwerte um den Mittelwert streuen. Zudem können Reliabilitätskriterien auch durch die Anwendung verschiedener Methoden und Verfahren überprüft werden.

 

Split-Half-Methode

Aufteilung einer Messung in mehrere Einzelmessungen

Paralleltest-Methode

Entwicklung zweier Testinstrumente zur Messung desselben Untersuchungsgegenstandes

Test-Retest-Verfahren

Messwiederholung

 

Ziel bei alledem sollte die vollständige Befreiung von Zufallsfehlern sowie die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse bei wiederholter Verwendung des Analyseverfahrens und der Messmethode sein.

 

Gültigkeit (Validität)

Die Gültigkeit der Messung(en) ist genau dann gegeben, wenn diese „richtig“ ist. Eine Messung hat demnach Gültigkeit durch gültige Ergebnisse: Sie ist gültig, wenn durch die ausgewählten Messinstrumente wirklich das gemessen wurde, was auch gemessen werden sollte.

Das kann durch die Gewährleistung korrekter Messung bzw. Erfassung der Testinstrumente erzielt werden. Dabei ist zwischen interner und externer Validität sowie Konstrukt- und Kriteriumsvalidität zu unterscheiden.

 

Interne Validität (Statistische Signifikanz und Stärke des Zusammenhangs)

Das Messergebnis ist nur durch Verschiebung der unabhängigen Variablen entstanden. Um dies zu überprüfen, ist die Kontrolle der Störvariablen nötig.

 

Externe Validität (Generalisierbarkeit der Prognosegüte)

Durch den Übertrag der erzielten Messergebnisse von einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit können diese generalisiert werden.

 

Kriteriumsvalidität

Sie ist vorhanden, sobald der Vergleich mit einem Außenkriterium gleiche Ergebnisse erzielt.

 

Konstruktvalidität

Sie ist dann gegeben, wenn die Messergebnisse den Vergleich mit anderen Variablen, die dasselbe Kriterium messen, bestehen.

 

Achtung! Es besteht ein stetes Trade-Off zwischen interner und externer Validität.

Ziele sind hier die Freiheit von systematischen Fehlern sowie eine Abbildung der Realität durch ein Messinstrument.

 

Soweit alles klar? Um Dir noch mehr Überblick zu verschaffen, ist unsere Darstellung des Ablaufs einer empirischen Forschung sicherlich hilfreich!

 

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